Gegen müde Schüler im Unterricht: Später Schule während der Fußball-WM?

Schüler aus anderen Bundesländern dürften neidisch werden

Die Fußball-WM in Brasilien ist ein großes Ereignis, bei dem die ganze Familie zusehen will. Doch durch die Zeitverschiebung liegen manche Sendetermine erst sehr spät. Pech für die Kinder der Fußballfans, die früh ins Bett müssen, weil sie am nächsten Morgen Schule haben.

Doch Fußball gucken bis in die Puppen und am nächsten Tag müde auf der Schulbank sitzen, das ist auch keine Option, finden Schülervertreter und Bildungspolitiker und fordern einen späteren Unterrichtsbeginn zur WM.

Und tatsächlich, an einzelnen Gymnasien wurde nun extra für die Fußballfans eine Sonderregelung eingeführt. Unterrichtsbeginn erst zur zweiten Stunde, auch wenn der Stoff natürlich nachgeholt werden muss - die Kinder freut's.

Das Kulturministerium in Baden Württemberg, in dem selbst jede Menge Fußballbegeisterte sitzen, hat beschlossen, es jeder Schule selber zu überlassen, wann sie den Unterricht während der WM beginnt. Das Ganze gilt jedoch nur für Baden-Württemberg, auch wenn die Kinder andernorts mindestens genauso fußballbegeistert sind.

Und nicht nur die Kinder in den anderen Bundesländern finden die Spezialregelung unfair. Auch der deutsche Philologenverband ist vom Alleingang der Schulen in Baden-Württemberg wenig begeistert. Die Schüler würden dadurch nur lernen, dass es wichtigere Sachen gibt als Schule. Das nächste Mal ist es dann das Finale von Germanys Next Topmodel oder die Endausscheidung von DSDS. Irgendwo müsse man hier auch die Grenze ziehen, argumentieren sie.

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