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Gefahrenquelle Rolltreppe: So kommen Sie unversehrt ans Ziel

Die Fahrt mit der Rolltreppe kann schnell zur Gefahr werden

Auf dem Weg zur Arbeit, auf Reisen, im Einkaufszentrum: Tagtäglich benutzen wir Rolltreppen, um bequem und schnell zwischen Stockwerken zu wechseln. Dabei vergessen wir jedoch schnell, wie gefährlich die praktischen fahrenden Treppen für uns werden können. Allein in Österreich werden beispielsweise jedes Jahr 800 bis 900 Unfälle an Rolltreppen verzeichnet. Damit Sie auch weiterhin sicher, schnell und komfortabel zwischen Etagen wechseln können, ohne zu Fuß gehen zu müssen, haben wir fünf essentielle Tipps für Sie zusammengestellt:

Tipp 1: Achten Sie auf Ihre Mitmenschen

In Stoßzeiten kommt es an Rolltreppen in U-Bahnhöfen oder Geschäften meist zu einem hohen Passagieraufkommen. Um sich selbst und Ihre Mitmenschen nicht zu gefährden, ist es ratsam, weder zu schieben noch zu schubsen, sondern ruhig stehen zu bleiben. Im Gedränge kann es nämlich besonders schnell passieren, dass jemand hinfällt und sich möglicherweise verletzen kann. Sind Sie am Ende der Rolltreppe angekommen, verlassen Sie den Ankunftsbereich zügig. So kommt es nicht zu Staus und alle sind schneller am Ziel. Falls Sie es besonders eilig haben, nutzen Sie vor allem die linke Seite der Treppe, um hochzulaufen. Generell gilt: 'Rechts stehen, links gehen!'

Tipp 2: Halten Sie ihre Kleidung dicht am Körper

Eine der häufigsten Ursachen für Unfälle auf Rolltreppen sind Kleidungsstücke wie Schnürsenkel, Gürtel oder Schals, die sich in den Rillen der Rolltreppe verfangen. Deswegen achten Sie schon vorm Betreten der Fahrtreppe darauf, dass ihre Kleidung am richtigen Platz ist. Beugen Sie sich nämlich während der Fahrt beispielsweise herunter, um offene Schuhe zu schließen, könnten Schals oder lange Haare in die Maschinerie gezogen werden. Dies kann zu schweren Verletzungen, schlimmstenfalls sogar zum Tod durch Erwürgen oder Genickbruch führen.

Auch Schuhe aus Gummi stellen eine Gefahrenquelle dar: Reibt sich das Material an den Seitenkämmen der Treppe, kann es schnell erhitzen und weich werden. So können Teile des Schuhs zwischen die Stufen geraten.

Tipp 3: Lassen Sie ihre Kind nicht allein mit der Rolltreppe fahren

Kinder können die Gefahren, die an Rolltreppen lauern, oft noch nicht richtig einschätzen. Herumklettern, auf die Stufen setzen, am Handlauf herunterrutschen, all das kann zu Verletzungen führen, wenn Fingerchen oder Füßchen sich in den engen Spalten verfangen. Erklären Sie Ihrem Kind rechtzeitig, wie es sich auf der Rolltreppe zu verhalten hat und nehmen Sie kleine Kinder während der Fahrt auf den Arm.

Tipp 4: Machen sie den Notknopf der Rolltreppe ausfindig

Jede Rolltreppe verfügt über einen Notstopp-Knopf, um die Treppe im Ernstfall anhalten zu können. Doch Vorsicht! Die Treppe hält nicht sofort an, sondern braucht einen etwa 20 Zentimeter langen Bremsweg, bis sie endgültig zum Stehen kommt. Deshalb bei drohender Gefahr lieber sofort den Notknopf betätigen.

Tipp 5: Benutzen Sie mit schweren oder unhandlichen Gegenständen den Fahrstuhl

Im Gedränge, mit schweren Taschen oder Koffern, kann es schnell passieren, dass Sie selbst oder eine andere Person auf der Rolltreppe angestoßen wird und hinfällt. Nutzen Sie deshalb lieber den Lift, um ihre Habseligkeiten zu transportieren. Auch Kinderwägen zählen dazu: Diese sind seit 2010 auf Rolltreppen strengstens verboten.

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