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Gefahren im Internet: So schützen Sie Ihr Kind!

Tipps: Kinder in sozialen Netzwerken
Tipps: Kinder in sozialen Netzwerken © dpa, A9999 DB Intel

Ihr Kind verbringt viel Zeit im Internet? Anstatt wie wir früher stundenlang am Telefon zu quatschen, kommunizieren die Kinder von heute über Soziale Netzwerke, wie ICQ, Schüler VZ und Facebook.

"Voll normal“, wird Ihr Kind Ihnen sagen und das ist es auch. Trotzdem ist es wichtig, den richtigen Umgang mit diesen Medien zu fördern. Denn nach wie vor gibt es auch Gefahren, die Ihrem Kind nicht bewusst sind. Klären Sie es auf.

Wie sicher ist mein Kind in Sozialen Netzwerken?

Vertrauen Sie auf Ihr Gefühl und reden Sie mit Ihren Kindern. Wenn Sie sich selbst ein Benutzerkonto einrichten, haben Sie schnell einen Überblick, wie der Laden funktioniert. Fragen Sie Ihr Kind nach den verschiedenen Funktionen.

Sprechen Sie mit Ihrem Kind über das Miteinander 'online'. Reden Sie mit Ihrem Kind darüber, dass das Verhalten im Netzwerk auch Konsequenzen im wahren Leben haben kann. Eine Beleidigung im virtuellen Raum ist auch 'offline' noch gültig und kann zu Problemen führen.

Wie viel Zeit darf mein Kind in Sozialen Netzwerken verbringen?

Dafür gibt es keine feste Regel. Prüfen Sie den Alltag ihres Kindes auf seine Aktivitäten. Wichtig ist, dass der Computer nicht die ganze Freizeit ausfüllt. Hausaufgaben, Treffen mit Freunden, Musikunterricht und Vereinssport sollten genug Raum haben, die vom Computer ergänzt werden darf. Ein festes Verbot für den Computer bringt meist nichts und ist auch nicht sinnvoll. Dosieren Sie die Zeit auf ein verträgliches Maß.

Welche Angaben darf mein Kind machen?

Machen Sie Ihrem Kind klar, dass es sich nicht um eine Privatparty handelt, sondern dass in Sozialen Netzwerken eine Vielzahl von Personen unterwegs ist, die Ihr Kind gar nicht kennt. Dazu sollten Sie sich und Ihr Kind fragen, ob die Fotos und Informationen, die Ihr Kind über sich selbst oder über andere Personen einstellt, auch aus der Sicht der Freunde und möglicherweise späteren Arbeitgebern unproblematisch sind.

Das sollte Ihr Kind auf jeden Fall wissen

Daten, Fotos und Videos von Verwandten und Freunden sind nur nach Absprache erlaubt. Angaben und Informationen über Adresse, Wohnort, Namen, Hobbys und Interessen sollten wenn möglich weggelassen werden. Persönliche Daten darf Ihr Kind nur an Personen weitergeben, die es auch im wirklichen Leben gut kennt. Auf jeden Fall sollten die Einstellungen zum Schutz der Privatsphäre genutzt werden.

Was geschieht mit den Daten meines Kindes?

Unsere Gesetze sehen vor, dass soziale Netzwerke keine Daten wie Fotos, Texte und Videos an Dritte weitergeben dürfen, ohne sich die Einwilligung des Nutzers zu holen. Die Betreiber der Netzwerke sind auch dazu verpflichtet, die Daten nach einer Kündigung der Mitgliedschaft zu löschen. Lesen Sie auf jeden Fall die jeweiligen Datenschutzbestimmungen des Unternehmens und AGBs selbst durch.

Was kann ich tun, wenn mein Kind gemobbt, bedroht oder belästigt wird?

Im Strafgesetzbuch sind Handlungen wie Beleidigungen und Nachstellungen (Stalking) unter Strafe gestellt. Eine Beleidigung ist im Netz genau so schlimm, wie im realen Leben, Sie haben also genau das gleiche recht, Strafanzeige gegen den Täter zu stellen. Anhand der IP-Adresse kann ein Internetanschluss und damit meist auch ein Täter ermittelt werden. Dokumentieren Sie die E-Mails und Nachrichten mit sogenannten Screenshots. So haben Sie Beweismaterial, dass Sie der Polizei vorlegen können. Mobbing entsteht meist in kleinen sozialen Gefügen wie der Schulklasse oder dem Freundeskreis. Versuchen Sie, die Ursachen anzusprechen und Hilfe bei Lehrern zu finden. Kommt es zu Mobbing im Netz, können Sie sich an den Betreiber, bzw. an das Supportteam wenden. Solche Regelverstöße werden meist sofort gelöscht und der Schreiber verwarnt oder ausgeschlossen. Auch hier empfiehlt sich ein Screenshot zu Beweiszwecken.

An wen kann ich mich mit weiteren Fragen und Sorgen wenden?

Es gibt noch wesentlich mehr Tricks und Tipps, um sicher durchs Netz zu surfen. Einige Netzwerke bieten speziell für Eltern und Lehrer eine Frage-E-Mail-Adress und Telefonsprechstunden an.

Ausgewählte Links zu Angeboten für Eltern und Kinder:

https://www.fsm.de/

http://www.jugendschutz.net/

https://www.klicksafe.de/

http://www.watch-your-web.de/

http://schau-hin.info/

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