Gefährlicher Intensivtäter: Igor (14) muss ständig bewacht werden

Gefährlicher Intensivtäter: Igor (14) kann man nicht unbewacht lassen

Igor ist extrem gefährlich. So gefährlich, dass ihn bis zu acht Männer rund um die Uhr bewachen müssen. Dabei ist Igor gerade mal 14 Jahre alt. Der Kasache wohnt seit ungefähr vier Jahren in Deutschland, also zahlt der Steuerzahler seinen Sicherheitsdienst.

Igor (14) ist so gefährlich, dass er bewacht werden muss
14-Jähriger Intensivtäter braucht Rund-um-die-Uhr-Bewachung

Igor hat seine eigenen Security-Männer! Doch nicht er muss bewacht werden, sondern die Menschen müssen vor ihm bewacht werden. Igor überfiel andere Jugendliche mit Messern und Eisenstangen. Er raubte Mofas und rammte diese gegen Streifenwagen - Igor verübte 30 Straftaten allein in drei Monaten.

Sechs bis acht Sicherheitabeamte passen im 3-Schicht-Betrieb auf Igor auf. Das ist das erste Mal, dass Behörden diese Methode versuchen - Einsperren konnte man den jungen Kasachen nämlich bisher nicht. Igor ist erst vergangenen Samstag 14 und somit strafmündig geworden. Schon mit elf Jahren begann er Straftaten zu begehen - damals waren der Polizei die Hände gebunden.

Igor war sogar schon in einer geschlossenen Einrichtung. Doch da musste er wieder raus, da er eine zu große Gefahr für Betreuer und Mitbewohner darstellte. Igor und auch seine Familie wollen nicht mit uns reden.

Die Zahl der jugendlichen Intensivstraftäter nimmt zu

Igor erinnert stark an den Fall Mehmet aus den 90ern - einen Minderjährigen, der bis zu seinem 14 Geburtstag mehr als 60 Straftaten begangen hatte. Mit 14 prügelte er einen Schüler krankenhausreif. Die Stadt München schob Mehmet dann in die Türkei ab. Strafverteidiger Burkhard Benecken war damals sein Anwalt - ihn regt besonders auf, dass obwohl die Zahl der jugendlichen Intensivstraftäter immer weiter zunimmt, der Steuerzahler für die Bewachung solcher Jugendkrimineller aufkommen muss: "Für mich ist das die Kapitulation des Rechtsstaats."

Immerhin: Seit die Security ihn bewacht, also seit vier Wochen, hat Igor keine Straftaten mehr begangen. Wie lange das aber noch so gehen soll - das Jugendamt weiß es noch nicht.

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