Geburtsvorbereitung: So erleichtern Sie sich die Geburt

Schwangere Frau mit Mann, beide fassen um ihren Bauch
Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete! © memo

Schon während der Schwangerschaft können Sie Geburtsvorbereitungen treffen

Das erste Mal ein Kind zur Welt zu bringen, kann ziemlich beängstigend sein. Eine Geburtsvorbereitung ist daher sinnvoll, um die werdende Mutter mental und körperlich auf das vorzubereiten, was sie am Ende Ihrer Schwangerschaft erwartet. Was Sie bei der Geburtsvorbereitung beachten sollten, lesen Sie hier.

Für die Geburtsvorbereitung werden spezielle Kurse angeboten, für die Sie sich spätestens bis zur 20. Schwangerschaftswoche anmelden sollten. Zwar werden sie erst ab der 28. SSW wirklich relevant, da aber die Kurse so beliebt sind, sind kurzfristige Anmeldungen schwierig. Optimal ist es, wenn der Geburtsvorbereitungskurs drei bis vier Wochen vor Ihrem errechneten Geburtstermin endet.

Geburtsvorbereitung im Kurs

Die Geburtsvorbereitung im Rahmen eines Kurses wird in der Regel entweder an sieben Tagen mit jeweils einer Doppelstunde abgehalten oder als Crash-Kurs am Wochenende. Letzteres empfiehlt sich besonders dann, wenn die Schwangerschaft schon weit fortgeschritten ist und die regulären Kurse ausgebucht waren. Die Gruppengröße bewegt sich meist zwischen acht und 12 Personen.

Gute Nachricht: Die Kosten für einen regulären, von einer Hebamme geleiteten Kurs übernimmt Ihre Krankenkasse. Schlechte Nachricht: Ihr Partner muss, falls er den Kurs mit Ihnen besuchen will und kann, seinen Anteil in der Regel selber zahlen.

Praktische und theoretische Geburtsvorbereitung

In dem Vorbereitungskurs werden Ihnen spezielle Entspannungs- und Atemtechniken gezeigt, Sie lernen, wie Sie einzelne Muskelpartien gezielt an- und entspannen können. Durch diese Techniken können Sie bei aufkommendem Stress leichter entspannen, lernen Wehen zu veratmen sowie Verkrampfungen zu lösen.

Ihnen wird auch erklärt, welche verschiedenen Geburtsorte es gibt (Geburtshaus, Klinik, zu Hause), welche Gebärhaltungen sie einnehmen können und was man zur Linderung von Schmerzen machen kann. Auch über die Zeit nach der Geburt wird informiert: Was muss ich beim Stillen beachten? Wie kümmere ich mich am besten um mein Kind? Mit welchen Übungen kann ich meine Bauch- und Beckenbodenmuskulatur kräftigen?

Geburtsvorbereitung zu Hause

Aber auch zu Hause können Sie in Sachen Geburtsvorbereitung tätig werden. Hier bietet sich eine Dammmassage an, bei der Sie das empfindliche Gewebe zwischen Scheide und Anus regelmäßig massieren, um es vor den Strapazen der Geburt so gut wie möglich zu dehnen und zu durchbluten. Ziel ist es, einen Riss oder Einschnitt des Gewebes zu verhindern.

Auch ist es sinnvoll, schon vor dem Geburtsvorbereitungskurs sanft (weiter) Sport zu treiben. Wassergymnastik, Schwimmen, Spazierengehen, Schwangerschaftsyoga – all das Ihnen hilft dabei, Schwangerschaftsbeschwerden wie Rückenschmerzen effektiv vorzubeugen.

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