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Geburtstrauma: So verarbeiten Sie das traumatische Geburts-Erlebnis

Wenn das Geburts-Wunder zum Alptraum wird

Eigentlich sollte es der schönste Tag im Leben einer Mutter sein: die Geburt des eigenen Kindes. Doch das vermeintliche Wunder des Lebens endet für viele Mütter in einem einzigen Alptraum – einem sogenannten Geburtstrauma. Denn auch wenn kaum jemand darüber spricht, leiden nach Angaben des Vereins 'Schatten & Licht' jährlich hunderttausend Frauen unter den psychischen wie physischen Folgen eines Geburtstraumas - und das allein in Deutschland. Betroffene fühlen sich emotional taub und empfinden eine intensive Angst, die von absoluter Macht- und Hilflosigkeit begleitet wird.

Selbst bei einer komplikationslosen Schwangerschaft und Geburt kann es zum traumatischen Geburts-Erlebnis kommen. Verborgen in der Anonymität eines Internet-Forums findet eine Mutter diese berührenden Worte: "Ich hatte vor der Entbindung keine Angst und bin es ganz locker angegangen. Aber ich hatte so starke Schmerzen, das ich das gar nicht beschreiben kann und die Hebamme war total unfreundlich. Ich wollte immer zwei oder drei Kinder aber ich weiß einfach nicht, wie ich jemals wieder ein Kind bekommen soll. Ich habe solche Angst."

So überwinden Sie das Geburtstrauma

Grund für das traumatische Geburtserlebnis ist meist das Gefühl des Kontrollverlusts, also das innere Empfinden, den Wehen oder auch den Hebammen und Ärzten hilflos ausgeliefert zu sein. Wutanfälle, Depressionen und Angststörungen sind die Folge. Trotzdem erfahren Betroffene von ihrem Umfeld meist wenig Verständnis. Dabei wären die Frauen gerade jetzt auf den Beistand und das Einfühlungsvermögen von anderen Menschen angewiesen. Denn nichts hilft Müttern bei der Verarbeitung des Geburtstraumas mehr, als einfühlsame Gespräche mit Menschen, die zuhören und den Schmerz verstehen können.

Ärzte raten traumatisierten Müttern zudem, sich mit anderen Betroffenen zu vernetzen und auszutauschen. Außerdem hilft es vielen Frauen, ein verlorenes erstes Kennenlernen mit dem eigenen Kind nachzuholen, wenn sie bei der Entbindung zu überfordert waren, auf das Kind einzugehen.

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