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Geburtenrate gestiegen: So viele Babys wie seit 33 Jahren nicht mehr

Seit 2012 steigt die Geburtenrate kontinuierlich.
Erneut ist die Geburtenrate gestiegen. © dpa, Patrick Pleul

Mehr Babys für Deutschland

Die Geburtenrate steigt in Deutschland seit dem Jahr 2012 kontinuierlich an. Ein Trend, den das Statistische Bundesamt in Wiesbaden auch dieses Jahr bestätigen kann. Mit einer Geburtenrate von 1,50 Kinder pro Frau ist die Ziffer so hoch wie seit 30 Jahren nicht mehr – ein Grund: Die Zuwanderung.

Geburtenrate so hoch wie seit 33 Jahren nicht mehr

1982 lag die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau bei 1,51 Kindern. Die aktuellen Auswertungen, die sich auf das Jahr 2015 beziehen, können diesen Wert zwar nicht toppen, trotzdem kommt die Geburtenrate nah heran: Mit 1,50 Kindern pro Frau ist sie so hoch wie seit 33 Jahren nicht mehr.
Im Gegensatz zum Vorjahr 2014 wurden letztes Jahr auf 1000 Frauen 27 Babys mehr geboren.
Doch die steigende Geburtenrate lässt sich nicht nur auf deutsche Frauen zurückführen. Bei ihnen stieg die Ziffer von 1,42 Kindern auf 1,43 Kinder pro Frau.

Die Zuwanderung in Deutschland ist ein entscheidenderer Grund für den Anstieg der Geburtenrate. Bei Ausländerinnen stieg sie nach Angaben des Statistischen Bundesamts deutlicher: von 1,86 auf 1,95 Kinder pro Frau. 

Regionale Unterschiede

Das Ergebnis zeigt auch: Im Osten und Westen Deutschlands gibt es große Unterschiede. In den ostdeutschen Bundesländern war die Zahl der Kinder pro Frau mit durchschnittlich 1,56 höher als im Westen (1,50). Auch zwischen den einzelnen Bundesländern wich die Geburtenrate ab. Spitzenreiter bei den Bundesländern ist erneut Sachsen mit 1,59 Kindern pro Frau. In Berlin blieb die Rate unverändert, in Brandenburg und Niedersachsen ging sie geringfügig zurück. 

„Wir können noch mehr für Familien tun!“

Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) nutzt das Ergebnis, um auf eine stärkere Fokussierung der Familienpolitik aufmerksam zu machen: „Mütter und Väter brauchen unsere Unterstützung und erwarten zu Recht von der Politik, dass die Rahmenbedingungen für Familien verbessert werden - die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist hierbei ein zentrales Thema“, erklärte sie am Montag in Berlin und bezeichnete die steigende Geburtenrate als „Ansporn“. Als wichtigsten Schritt nannte die SPD-Politikerin den weiteren Ausbau der Kindertagesbetreuung auch für Schulkinder.

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