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Geburt im Auto: Keine Hebamme, kein Kreissaal - keine Panik!

Plötzliche Geburt auf der Rückbank

Die meisten Frauen bringen ihre Kinder im Krankenhaus zur Welt und werden dabei von Ärzten und Hebammen unterstützt. Doch manchmal wollen die Kleinen einfach schneller auf die Welt, als es der Mutter eigentlich lieb ist. Denn so eine Rückbank im Auto, ist ja kein Kreissaal.

Dieses Baby kam ganz schnell im Auto zur Welt
Bei der Geburts dieses kleinen Babys mussten Mutter und Helfer ganz ohne Hebamme und Kreissaal auskommen.

Eigentlich hatte Melanie Schmitz aus Düsseldorf bereits einen Krankenwagen gerufen, entschied dann aber doch, dass sie mit einem Taxi schneller ins Krankenhaus kommen würde. Doch kaum lässt sie sich auf der Rückbank nieder, beginnen auch schon die Presswehen. Ein Glück für sie, dass nicht nur der Taxifahrer Mehmet Kalkan, sondern auch die werdende Oma zur Stelle ist, um bei der Geburt zu helfen. Die hat wohl auch nicht damit gerechnet, ihren eigenen Enkel auf der Rückbank eines Taxis auf die Welt holen zu müssen. Der Taxifahrer reichte Taschentücher und beruhigte alle. "Das war das Beste, was er machen konnte", erzählt der stolze Papa James Maschmann dankbar.

Da denkt man nun: Was für eine ungewöhnliche Geschichte, so etwas gibt’s nur einmal. Doch nur ein paar hundert Kilometer entfernt, wird wieder eine Rückbank zum Kreissaal - auch in Rostock hat eine Frau es nicht mehr rechtzeitig bis zum Krankenhaus geschafft. Der Polizei fiel ein Fahrzeug auf, das ihnen mit ständig blinkender Lichthupe entgegen kam. Die schwangere Nadine Ohland, die in dem Wagen sitzt, bittet ihren Lebensgefährten anzuhalten und auch die Polizisten stoppen – und sind mitten in einer Geburt. "Wir sind um den Wagen herum und da sah ich den Kopf des Kindes schon", berichtet Polizist Jens Scheiba, "Es war ein wunderschönes Erlebnis." Ein aufregender Moment für Polizei und Eltern. Die frischgebackene Mama und ihr kleines Mädchen bedanken sich nun glücklich und wohlbehalten bei den spontanen Geburtshelfern.

Eine unvergessliche Taxifahrt

In Düsseldorf freuen sich nicht nur die Eltern, dass die Geburt trotz des ungewöhnlichen Ortes, so glatt gelaufen ist. Auch der Taxifahrer ist glücklich über diese ganz besondere Erfahrung. So etwas erlebt schließlich nicht jeder. Übrigens: Als das Kind dann auf der Welt war, hat der Krankenwagen auch nicht mehr allzu lange Zeit gelassen. Fünf Minuten nach der Geburt waren auch die Rettungshelfer da. Na gut, besser spät, als nie.

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