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Gebärmutterschleimhaut-Krebs: Senkt ASS das Risiko?

Zwei Tabletten ASS pro Woche senken offenbar das Gebärmutterschleimhaut-Krebs-Risiko.
Zwei Tabletten ASS pro Woche senken offenbar das Gebärmutterschleimhaut-Krebs-Risiko. © picture-alliance / ZB, Hansjürgen Wiedl

Effekt aber nur bei dicken Frauen bemerkbar

Schmerztabletten mit dem Wirkstoff ASS können offenbar das Risiko für Gebärmutterschleimhaut-Krebs verringern. Nehmen Frauen mehr als zwei ASS-Tabletten pro Woche ein, sinke das Risiko, so eine Studie, die im International Journal of Cancer veröffentlicht wurde. Allerdings habe der Wirkstoff nur bei dicken Frauen eine Wirkung.

Für die Studie wurden knapp 1.400 Frauen untersucht, die die Diagnose Endometrium-Karzinom bekommen hatten, sowie 740 gleichalte Frauen ohne Diagnose. Die Frauen wurden nach ihrem Schmerzmittelkonsum befragt. 38,8 Prozent der gesunden Frauen hatten in den fünf Jahren zuvor ASS eingenommen. Bei den erkrankten Frauen waren es vier Prozent weniger. Daraus errechneten die Forscher ein um 22 Prozent geringeres Risiko für Gebärmutterschleimhaut-Krebs durch die Einnahme von ASS.

Auch die Dosis scheint wichtig: Mehr als zwei Tabletten pro Woche halbieren demnach das Risiko. Auch der Vergleich in einer Meta-Analyse mit acht weiteren kleineren Studien decke sich mit dem Ergebnis, so die Autoren der Studie.

Die Forscher entdeckten zudem einen Zusammenhang mit dem Gewicht der Frauen. Frauen mit einem BMI über 30 hatten ein im Schnitt um 28 Prozent niedrigeres Risiko, wenn Sie ASS einnahmen. Nicht adipöse Frauen hingegen hatten sogar ein um acht Prozent erhöhtes Risiko unter ASS.

Die Erklärung der Forscher: Adipositas führe zu einem leichten chronischen Entzündungsstatus im Körper, das ASS wirke dem entgegen.

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