Gebärmutterhalskrebs: Junge Frau hinterlässt Weihnachtsgeschenke für ihre Familie

Gebärmutterhalskrebs: Junge Frau hinterlässt Weihnachtsgeschenke für ihre Familie
Sorcha Glenn aus Irland starb mit nur 23 an Gebärmutterhalskrebs © Caters News Agency

Ihr Arzt verweigerte ihr einen Abstrich

Eigentlich ist Weihnachten ein Grund zur Freude und die Zeit, um sich umgeben von seiner Familie seines Glücks bewusst zu werden. So wird es für die Familie von Sorcha Glenn aber wohl nicht kommen: Denn nur Wochen vor dem Fest ist die erst 23-jährige Sorcha an Gebärmutterhalskrebs gestorben. Doch bevor sie starb, kaufte sie noch für ihre gesamte Familie Geschenke, die unter dem Weihnachtsbaum geöffnet werden sollen.

Sorcha aus Irland war 22 als sie im September 2013 mit Gebärmutterhalskrebs diagnostiziert wurde, wie der 'Mirror' berichtet. Anfang Oktober 2014 erklärten die Ärzte ihrer Familie, dass der Krebs unheilbar sei - und nur 17 Tage später starb Sorcha in den Armen ihres Partners Matt. Doch weil die junge Frau die Weihnachtszeit so liebte, begann sie bereits während ihres Krankenhausaufenthaltes Geschenke für ihre Familie und Freunde zu kaufen.

"Sorcha war immer sehr organisiert, deswegen wundert es mich nicht, dass sie all ihre Weihnachtsgeschenke bereits so früh besorgt hat", erzählt Sorchas langjähriger Freund Matt. "Obwohl sie unter solchen Schmerzen litt, dachte sie immer an andere Menschen. Sie kaufte die Geschenke während sie im Krankenhaus war heimlich." Was die 23-Jährige ihnen schenkt, weiß die Familie nicht - und öffnen werden sie die Geschenke erst an Heiligabend.

Die Geschenke sind ein schwacher Trost

Sorcha ging im Juni 2013 zu ihrem Frauenarzt, um einen Abstrich zu fordern, da Gebärmutterhalskrebs in ihrer Familie liegt. Doch weil sie unter 25 war, wurde ihre Forderung abgelehnt. Damit ist sie nicht die einzige junge Frau, deren Leben durch einen Abstrich hätte gerettet werden können. Auch die Fälle der 22-jährigen Jess Evans und der 19-jährigen Sophie Jones wurden kürzlich bekannt.

Zwei Monate nach dem Termin beim Frauenarzt begann Sorcha unter starken Rückenschmerzen und Blutungen außerhalb ihrer Periode zu leiden. "Sie wusste, dass etwas nicht stimmte", erklärt Matt. "Erst bei einem zweiten Termin erklärte sich der Arzt zu einem Abstrich bereit." Sorcha wurde mit Gebärmutterhalskrebs diagnostiziert und begann mit einer Chemotherapie. Fast 13 Monate lang kämpfte die junge Frau um ihr Leben. Wäre der Krebs früher erkannt worden, hätte Sorcha ihn vielleicht besiegen können.

Sorchas Familie hofft nun, dass ihre Geschichte auch anderen jungen Frauen hilft, die unter den Symptomen für Gebärmutterhalskrebs leiden und keinen Abstrich erhalten. Die Weihnachtsgeschenke, die Sorcha ihnen kaufe, sind für sie ein schwacher Trost und sie sehen ihnen mit gemischten Gefühlen entgegen. Matt sagt: "Ich glaube, in ihrem Inneren wusste sie, dass sie nicht mehr viel Zeit hatte und wollte sichergehen, dass wir an Weihnachten alle glücklich sind."

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