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Gebärmutterhalskrebs: Die richtige Krebsvorsorge schützt

HPV: So können Sie sich schützen
HPV: So können Sie sich schützen Impfen lassen oder besser nicht? 00:05:17
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"Frauen, die regelmäßig zur Krebsvorsorge erscheinen, sind geschützt"

Auch wenn die Gebärmutterhalskrebserkrankungen in Deutschland rückläufig sind: Nach Brustkrebs ist es weltweit die zweithäufigste Krebsart unter Frauen, führt das 'Grüne Kreuz' an. Wie sieht es bei uns mit der Vorsorge aus? Wir haben dazu die Frauenärztin Dr. Susanne Maurer befragt. Einer ihrer medizinischen Schwerpunkte ist die Gynäkologische Onkologie und sie ist Mitglied in unterschiedlichen Projektgruppen des Tumorzentrums in München.

Gebärmutterhalskrebs lässt sich durch Vorsorge vermeiden.
Gebärmutterhalskrebs wird meist durch humane Papillomviren verursacht.

In Deutschland gibt es eine Altersgrenze für Krebsvorsorgeuntersuchungen. Der Pap-Test, auch Krebsvorsorgeabstrich genannt, wird ab dem 20. Lebensjahr von den Krankenkassen bezahlt. "Der HPV-Abstrich, ein Abstrich auf die humanen Papillomaviren, die einen Gebärmutterhalskrebs verursachen können, wird nur dann bezahlt, wenn im Krebsvorsorgeabstrich eine Auffälligkeit vorkommt", erklärt Maurer. Eine Altersgrenze bei Krebsvorsorgeuntersuchungen lehnt sie ab: "Meiner Meinung nach wäre es sinnvoll anzufangen, sobald die Patientinnen sexuell aktiv sind." Denn die HPV-Viren können durch ungeschützten Sex übertragen werden.

Mehr als 99 Prozent der Gebärmutterhalskrebsfälle stünden in Verbindung mit einer HPV-Infektion, führt Maurer aus. Daher ist der HPV-Test der erste Schritt in der Früherkennung. Und gerade beim Gebärmutterhalskrebs ist Vorsorge wichtig. "Wenn man regelmäßig an der Krebsvorsorge teilnimmt, wird man diesen Krebs gar nicht bekommen", stellt Maurer klar. Denn diese Krebsart durchlaufe immer Vorstufen: "Es dauert relativ lang, bis sich aus diesen Vorstufen Krebs entwickelt. Insofern sind die Frauen, die regelmäßig zur Krebsvorsorge erscheinen, geschützt, weil man die Vorstufen erkennen und therapieren kann."

Die Ärztin rät Frauen dazu, sobald sie anfangen Sex zu haben, einmal jährlich zur Vorsorgeuntersuchung zu gehen und einen Krebsvorsorgeabstrich machen zu lassen. Darüber hinaus sollten Frauen alle fünf Jahre einen HPV-Abstrich durchführen lassen.

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