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Gebärmutter: Aufgabe und Funktion des Uterus

Das sind die Aufgaben und Funktionen der Gebärmutter
Wie ist die Gebärmutter aufgebaut? © Getty Images/iStockphoto, fotostorm

Wo liegt die Gebärmutter überhaupt?

Die Gebärmutter ist das wichtigste weibliche Geschlechtsorgan. Doch wie gut kennen Sie sich mit der diesem ganz besonderen weiblichen Muskel aus? Wissen Sie wie das Organ aufgebaut ist? Oder gar wie groß und schwer die Gebärmutter ist? Wahrscheinlich nicht. Denn die meisten wissen nur wenig über dieses faszinierende Organ. Wir haben die wichtigsten Fakten zusammengestellt.

Die Gebärmutter wird im Fachjargon Uterus genannt und liegt in einem kleinen Becken zwischen Mastdarm und Harnblase. Ihre Form gleicht einer auf den Kopf gestellten Birne. Bei einer geschlechtsreifen Frau ist die Gebärmutter etwa sieben bis neun Zentimeter lang und wiegt zwischen 60 und 100 Gramm. Am Ende einer Schwangerschaft hingegen hat sich die Gebärmutter auf eine Größe von fast zwei Fußbällen ausgedehnt und ihr Gewicht verzehnfacht. Kein anderer menschlicher Muskel kann sich so stark ausdehnen.

Aufbau der Gebärmutter

Die Gebärmutter: Aufbau und Funktion
Mythos Gebärmutter: Ein faszinierendes Organ

Die oberen zwei Drittel der Gebärmutter nennt man Gebärmutterkörper, das untere schmalere Drittel Gebärmutterhals (Zervix). Der Gebärmutterhals (3) reicht bis in die Scheide (1) hinein und besitzt eine kleine Öffnung: den Muttermund (2). Er wird durch die Schleimhaut des Gebärmutterhalses verschlossen. Im Laufe des Zyklus ändert der Schleim aufgrund hormoneller Veränderungen seine Konsistenz. Kurz vor dem Eisprung ist der Schleim dünnflüssig, klar und lässt sich in Fäden ziehen. So versperrt er den männlichen Spermien nicht mehr den Weg und können durch den Muttermund in die Gebärmutter gelangen und die gereifte Eizelle befruchten.

An den oberen seitlichen Enden münden die Eileiter (7) in die Gebärmutterhöhle (8). Sie ist spaltförmig und geht nach unten in den Gebärmutterkanal über. Die Eileiter ermöglichen den Transport der reifen Eizelle in die Gebärmutter.

Gebärmutter: Durch drei Schichten geschützt

Die Wand der Gebärmutter besteht aus drei Schichten. Die äußere Schicht (5) ist nahezu komplett mit Bauchfell überzogen und teils von Bindegewebe umgeben. Die mittlere Schicht (4) ist dick und besteht aus kräftigen Muskeln. Die innere Schicht wird von der Gebärmutterschleimhaut (6), auch Endometrium genannt, gebildet, die sich jeden Zyklus neu auf die Einnistung einer befruchteten Eizelle vorbereitet.

Kommt es zu keiner Befruchtung, so wird die Schleimschicht während der Menstruation ausgeschieden. Der Abbau der Schleimhaut wird oft durch Gebärmutterkontraktionen unterstützt, was häufig als mehr oder weniger ziehender bis krampfartiger Schmerz wahrgenommen wird. Kommt es hingegen zur Schwangerschaft, ist ein Teil der Gebärmutterschleimhaut an der Bildung der Plazenta beteiligt.

Video: Diese Lebensmittel steigern die Fruchtbarkeit

Sie wünschen sich schon lang ein Baby aber bisher hat es noch nicht geklappt? Bevor Sie sich hormonellen Behandlungen unterziehen, sollten Sie es mal mit einer gezielten Ernährung versuchen. Im Video erfahren Sie, mit welchen Lebensmittel Sie Ihre Chance, schwanger zu werden, erhöhen.

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Häufige Erkrankungen der Gebärmutter

Über zwei Drittel aller Frauen sind einmal in Ihrem Leben von einer gutartigen Erkrankung ihrer Gebärmutter betroffen. Gutartig bedeutet, dass die Krankheit keine lebensbedrohlichen Ausmaße annimmt und sich auch nicht weiter im Körper ausbreitet – so wie es bei bösartigen Erkrankungen der Fall ist.

Zu den häufigsten, gutartigen Erkrankungen der Gebärmutter zählen:

Myome

  • Gutartige Gebärmuttertumore, die in der Muskelschicht der Gebärmutter auftreten
  • Hin und wieder von menstruationsähnlichen Schmerzen begleitet
  • Können eine Empfängnis erschweren

Polypen

  • Wucherungen im Bereich der Gebärmutterschleimhaut oder des Zervixes
  • Drei bis 16 Prozent der Frauen sind davon betroffen, vorwiegend nach den Wechseljahren
  • Sind von menstruationsähnlichen Beschwerden wie Zwischenblutungen begleitet

Eierstockzysten

  • Mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume im Gewebe
  • In 98 Prozent der Fälle harmlos und verschwinden wieder von alleine
  • Platzen sie jedoch, kann es zu gefährlichen inneren Blutungen kommen

PCO-Syndrom

  • Hormonstörung, bei der der Eierstock mehrere, statt nur einer Eizelle bildet
  • Eizellen sterben ab, lösen sich aber nicht auf, sondern bleiben als Zysten im Eierstock zurück
  • Erste Symptome treten häufig in der Pubertät auf, werden aber oft nicht als solche erkannt

Endometriose

  • Gutartige Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter
  • Beschwerden wie Schmerzen oder Unfruchtbarkeit sind möglich
  • Nach Myomen die zweithäufigste gynäkologische Erkrankung

Wenn Sie den Verdacht haben, an einer dieser Erkrankungen der Gebärmutter zu leiden, sollten Sie dies unbedingt von Ihrem Gynäkologen abklären lassen.

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