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Gastroschisis bei Babys: Trotz Bauchspalte ist Teddy ein glücklicher Junge

Trotz Bauchspalte ist Teddy ein glücklicher Junge
Trotz Bauchspalte ist Teddy ein glücklicher Junge Gastroschisis bei Babys 00:01:27
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Gastroschisis-Baby Teddy führt heute ein glückliches Leben

Die junge Holly Hodgson aus Brisbane war in der 12. Schwangerschaftswoche, als Ärzte festgestellten, dass ihr Baby eine Bauchspalte (Gastroschisis) entwickelt hat. Experten empfahlen ihr, das Kind abtreiben zu lassen. Doch Holly entschied sich für ihren Sohn Teddy und gegen den Rat der Ärzte.

Gastroschisis bei Babys: Trotz Bauchspalte ist Baby Teddy ein glücklicher Junge
Die inneren Organe von Teddy lagen außerhalb des Bauches

Eine mutige Entscheidung, aber absolut richtig, wie sich herausstellen sollte. Holly hatte sich nicht durch die Schockdiagnose aus der Ruhe bringen lassen. Dabei waren die Auswirkungen der Krankheit bereits früh zu erkennen, Teddys Organe schwammen frei im Fruchtwasser. Die inneren Organe des Babys wurden nicht von der Bauchdecke zusammengehalten, sondern lagen außerhalb des Bauches.

Die werdende Mutter recherchierte selbst zu der ungewöhnlichen Krankheit, unter der eines von 5.000 Babys leiden, und fand heraus, dass betroffene Kinder eine Überlebenschance von rund 95 Prozent haben und nach der Geburt ein beinahe unbeschwertes Leben führen können.

Teddy wog bei seiner Frühgeburt nur 1,9 Kilogramm und musste sofort ärztlich versorgt werden. Die inneren Organe wurden zunächst mit Frischhaltefolie am Körper gehalten. Danach kamen die Organe in eine Art Silo. Erst als der Bauch des Kleinen groß genug war, damit die Organe dort wieder Platz haben, durften die Eltern ihren Sohn auf den Arm nehmen und ihn knuddeln. Nach acht Wochen im Krankenhaus konnte die glückliche Familie den kleinen Teddy endlich mit nach Hause nehmen.

Mittlerweile ist Teddy sieben Monate alt und quietschfidel. "Er ist so ein glücklicher Junge. Er liebt es, Grimassen zu ziehen und mit den Menschen zu brabbeln. Er lächelt, kichert und quietscht mit Menschen, die er noch nicht einmal kennt - er ist einfach so süß", erzählt die stolze Mutter. Nachdem Teddy wieder zuhause war, hat Holly sich noch einmal an den Arzt gewendet, der ihr zu einer Abtreibung geraten hatte und ihm erzählt, wie glücklich ihr Sohn jetzt ist.

Mit ihrer Geschichte möchte Holly anderen Eltern zeigen, dass ein normales Leben trotz Gastroschisis möglich und dass eine Abtreibung nicht die einzige Option ist. Manchmal lohnt es sich, selbst die Initiative zu ergreifen, statt kommentarlos auf Ärzte zu hören.

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