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Gaslighting: Vorsicht vor der emotionalen Manipulation

Diese 9 Zeichen verraten, ob er beziehungsunfähig ist
Diese 9 Zeichen verraten, ob er beziehungsunfähig ist Ich mag dich wirklich, aber... 00:01:13
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Video: Diese 9 Zeichen verraten, ob er beziehungsunfähig ist

Es gibt da diesen einen Menschen, den Sie wirklich gerne mögen, aber er will Sie einfach nicht an sich ranlassen? Dann ist er vielleicht beziehungsunfähig.

Gaslighting sollte man ernst nehmen

Emotionale Gewalt ist ein ernstzunehmendes Thema und viele Betroffene, die darunter leiden sind sich dessen leider nicht immer bewusst. Auch Gaslighting gehört zu emotionalem Missbrauch. Was das ist, wie es sich äußert und was man dagegen tun kann, erfahren Sie hier.

Der Ursprung ist ein Theaterstück

Der Begriff ‚Gaslighting‘ leitet sich vom 1939 geschriebenen Theaterstück ‚Gaslight‘ des britischen Autors Patrick Hamilton ab. Darin geht es um die Manipulation einer Frau durch ihren Ehemann. Dieser versucht sie in den Wahnsinn zu treiben, indem er ihr unterstellt, dass sie Dinge sieht, die nicht der Realität entsprechen. Er behauptet zum Beispiel, dass er die flackernden Gaslaternen nicht sehen kann und diese nur ihrer Fantasie entspringen. Sein Ziel ist es, sie verrückt zu machen, sodass er sich mit ihren Diamanten und Geld aus dem Staub machen kann. Damit war das Gaslighting geboren.

Was ist Gaslighting?

Gaslighting beschreibt eine Form von subtiler, psychischer Gewalt und Manipulation. Somit kann man es auch als eine Art psychischen Terror bezeichnen. Hinter diesem Begriff versteckt sich eine vom Täter perfekt, durchdachte Strategie, sein Opfer zu verunsichern und zu schwächen, bis es an seinem eigenen Verstand zweifelt. Gaslighting kann in jeder Art von Beziehung entstehen. Egal ob, familiär, freundschaftlich oder romantisch. Auch in der Arbeit kann es zu Fällen von Gaslighting kommen.

Wie funktioniert Gaslighting?

Der Täter versucht sein Opfer durch gezielte Täuschung an seiner eigenen Wahrnehmung zweifeln zu lassen. Er nutzt das vorhandene Vertrauensverhältnis aus, um seinen Gegenüber zu verunsichern und zudem emotional und seelisch von ihm abhängig zu machen.

Nehmen wir das Beispiel eines Pärchens: Zu Beginn der Beziehung überzeugt der Täter seinen Partner von seiner innigen Liebe und lässt ihn keine Sekunde an Fragen wie ‚Liebt er mich?‘ [SL1] zweifeln. Doch nach einigen Wochen beginnt er damit, Dinge wie Verabredungen oder Unterhaltungen zu leugnen und dem Opfer vorzuwerfen, sich die Erinnerungen daran nur einzubilden. Nun beginnt das Gaslighting.

Das klingt zunächst harmlos, doch im Laufe des Gaslightings spitzen sich solche Situationen immer weiter zu. Der Täter verdreht Tatsachen, bestreitet, dass bestimmte Ereignisse stattgefunden haben, verbreitet Lügen und verunsichert sein Opfer. Außerdem legt er dem anderen Worte in den Mund, verdreht diese und wirft ihm unangemessenes Verhalten vor.

Sätze wie: ‚Du irrst dich, das war ganz anders‘, ‚Das bildest du dir nur ein‘ und ‚Das habe ich nie gesagt‘ gehören zur Tagesordnung.

Warum betreibt man Gaslighting?

Die meisten Täter des Gaslightings haben selbst ein reduziertes Selbstwertgefühl und sind unsicher. Sie nutzen diese Form der Manipulation, um sich stärker zu fühlen. Somit steht der Täter am Ende besser da als das Opfer. Dabei manipuliert der Gaslighter strategisch und regelmäßig, aber nach außen stellt er sich selbst als Leidender dar und behauptet, wie schwer es wäre mit dem Partner zusammenzuleben. Das ist typisch für Gaslighting: Der Täter wertet durch diesen Machtmissbrauch sein Selbstwertgefühl auf.

Folgen des Gaslightings

Das Gaslighting geht so lange, bis das Opfer endgültig an seiner eigenen Wahrnehmung zweifelt und sich schließlich für verrückt hält, da es sich die Geschehnisse nicht mehr erklären kann. Wer unter Gaslighting leidet, wird nach und nach aufhören, Kritik zu äußern und versuchen Diskussionen aus dem Weg zu gehen aus Angst, erneut grundlos beschuldigt zu werden.

Wie geht man mit Gaslighting um?

Am wichtigsten ist, dass sich der oder die Betroffene der ernsten Situation erst einmal bewusst wird. Auf Dauer kann Gaslighting nämlich am Selbstbewusstsein nagen und somit psychische Probleme mit sich bringen Wer die Manipulation erkennt, kann sich leichter vom Täter lösen und trennen. Der Versuch klärende Gespräche mit dem Täter zu führen, wird zu nichts führen, da dieser keinen Fehler bei sich erkennt und alles, was er sagt, tatsächlich glaubt. Einzig eine Trennung bietet einen Ausweg aus dem Gaslighting.

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