BABY BABY

Fußfesseln für Neugeborene sollen Entführungen aus dem Krankenhaus verhindern

Fußfesseln für Neugeborene sollen Entführungen verhindern
Es ist die Horror-Vorstellung jedes Elternpaars: Das eigene Baby wird auf der Säuglingsstation im Krankenhaus entführt. Fußfesseln sollen genau davor schützen. © dpa, Arne Dedert

Ähnliches Modell bereits in Deutschland

Auf den ersten Blick erscheint die Idee erschreckend: Ein Krankenhaus in der Schweiz will Neugeborene mit elektrischen Fußfesseln ausstatten. Doch dahinter steckt ein ganz plausibler Grund - die Fußfesseln sollen die Säuglinge vor Entführungen schützen.

Das Kinderspital in Lausanne plant laut dem Schweizer Nachrichtenportal '20 Minuten', 20 dieser Geräte zu kaufen. Ganz neu ist die Idee nicht: Die elektronische Fußfessel ist bereits im Pariser Krankenhaus Le Raincy-Montfermeil und in einer Luxemburger Privatklinik im Einsatz.

Kindesentführungen direkt nach der Geburt gibt es in Krankenhäusern immer wieder. In der Schweiz kommen sie jedoch nicht häufig vor – den letzten Fall soll es vor drei Jahren gegeben haben. In Deutschland sind es etwa zwölf Fälle pro Jahr. Doch es gibt immer wieder spektakuläre Fälle, die dafür sorgen, dass dieses Thema bei vielen Eltern präsent ist.

Ein ähnliches System gibt es bereits in Kassel. Dort werden die Neugeborenen und ihre Mütter mit einem Armband ausgestattet, das einen Transponderchip enthält. Wie die 'Hessische/Niedersächsische Allgemeine' berichtet, funktioniert dieser sogenannte 'Baby-Guard' wie eine Art Ausweis zur Identifizierung. Wenn also ein Baby ohne Mutter eine Tür passiert, wird ein Alarm ausgelöst.

Anzeige