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Funktioniert die Nub-Theorie zur Bestimmung des Babygeschlechts?

Bild: Funktioniert die Nub-Theorie zur Bestimmung des Babygeschlechts?
Eine Theorie für alle, die es einfach nicht abwarten können? © Getty Images/iStockphoto, NataliaDeriabina

Nub-Theorie: Die Geometrie des Geschlechts

Endlich steht es fest: Sie sind schwanger! Doch schon kurz nach dieser schönen Nachricht macht sich bei vielen Paaren die Neugierde breit. ‘Wird es Junge? Oder doch ein Mädchen?‘ Angeblich soll die Nub-Theorie darüber Aufschluss geben. Aber wie funktioniert sie? Und ist die wirklich zuverlässig?

Das Geschlecht des Babys wird in den unterschiedlichsten Theorien thematisiert: Sei es beim chinesischen Empfängniskalender, mit dem man angeblich das Geschlecht festlegen kann, noch bevor das Baby überhaupt gezeugt wurde – oder eben bei der Nub-Theorie.

Was besagt die Nub-Theorie?

Um das Babygeschlecht verhältnismäßig sicher vorhersagen zu können, warten Ärzte bis zur zweiten Ultraschalluntersuchung zwischen der 19. und 22. Schwangerschaftswoche. Eine ziemlich lange Wartezeit für alle vor Neugierde platzenden Eltern. Ihnen bietet die Nub-Theorie angeblich die Möglichkeit, das Geschlecht des Babys bereits in der zwölften Schwangerschaftswoche beim Ersttrimester-Screening per Ultraschall zu bestimmen.

‚Nub‘ kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt ‚Stummel‘. Damit ist der kleine Vorsprung im Genitalbereich des Fötus gemeint, der im frühen Entwicklungsstadium sichtbar ist. Aus ihm entwickeln sich im Verlauf der Schwangerschaft Penis und Hoden beziehungsweise Klitoris und Schamlippen.

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Per Geodreieck zum Geschlecht des Babys?

Bei der Nub-Theorie geht man zur Geschlechtsbestimmung wie folgt vor: Per Ultraschall wird ein Bild des Fötus gemacht. Anschließend wird der Winkel des Nubs im Verhältnis zur Wirbelsäule gemessen. Steht der Nub in einem Winkel von über 30 Grad zur Wirbelsäule, wird es angeblich ein Junge. Beträgt der Winkel weniger als 30 Grad oder verläuft der Nub parallel zur Wirbelsäule des Fötus, erwarten die werdenden Eltern angeblich ein Mädchen.

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Wie seriös ist die Nub-Theorie?

Die Antwort ist recht einfach: nicht besonders. Denn tatsächlich darf ein Arzt die Eltern laut deutschem Gendiagnostikgesetz (GenDG) erst nach Ende der zwölften Schwangerschaftswoche über das Geschlecht ihres Babys informieren:

„Wird anlässlich einer Untersuchung […] das Geschlecht eines Embryos oder Fötus festgestellt, kann dies der Schwangeren mit ihrer Einwilligung nach Ablauf der zwölften Schwangerschaftswoche mitgeteilt werden.“ (§ 15, Absatz 1, GenDG)

Und selbst nach Verstreichen dieser Frist ist es oftmals noch schwer, das Geschlecht korrekt zu bestimmen. Denn nur weil der Arzt mit dem Ultraschallgerät ums Eck kommt, dreht sich das Baby noch lange nicht in die perfekte Position.

Bei der vielen Ungewissheit drängt sich eine Frage auf: Ist es schlussendlich nicht egal, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird, solange das Baby gesund ist?

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