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Funktion und Aufgaben der Schilddrüse

Schilddrüse
Welche Aufgaben hat die Schilddrüse? © Fotolia

Glandula thyreoidea heißt Schilddrüse

Ihr lateinischer Name lautet 'Glandula thyreoidea'. Sie ist etwa 25 Gramm schwer, schmetterlingsförmig und sitzt ungefähr in der Mitte des Halses, in Kehlkopfnähe, vor der Luftröhre. Der rechte und linke Flügel der Schilddrüse sind über eine Gewebebrücke miteinander verbunden. Dies gibt ihr die Schmetterlingform. Die Hauptaufgabe des kleinen - meist nicht einmal zu spürenden - Organs liegt in der Produktion wichtiger Hormone. Die Bekanntesten sind das Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4). Ein wichtiger Bestandteil beider Hormone ist Jod, weshalb eine ausreichende Versorgung des Körpers mit diesem Spurenelement besondere Bedeutung hat. Schilddrüsenhormone greifen in viele Stoffwechselprozesse ein:

- Sie beeinflussen Energieumsatz, Wärmeproduktion und Sauerstoffbedarf des Körpers.

- Schilddrüsenhormone fördern den Abbau von Fetten und Kohlenhydraten und wirken auf die Tätigkeit des Magen-Darm-Traktes ein.

- Sie steigern die Aktivität des Nervensystems und beeinflussen das Herz-Kreislauf-System.

- Schilddrüsenhormone wirken bei Ungeborenen und Kindern auf Wachstum und geistige Entwicklung ein.

Eine Besonderheit der Schilddrüse, an der sich ihre Bedeutung erkennen lässt, ist die extreme Durchblutung dieses kleinen Organs: Sie liegt im Durchschnitt vier- bis fünfmal höher als die Durchblutung der Nieren und sogar hundertmal höher als die unserer Arm- oder Beinmuskulatur.

Teamplayer: Schilddrüse und Gehirn

Um den optimalen Hormonspiegel zu gewährleisten, arbeiten Schilddrüse und einzelne Regionen des Gehirns eng zusammen. Dabei werden die Schilddrüsenhormone T3 und T4 nicht nur von der Schilddrüse produziert, sondern auch gespeichert. In welcher Dosis und wann die Hormone in den Stoffwechselkreislauf eingebracht werden, entscheidet das Gehirn, genauer gesagt der Hypothalamus und die Hirnanhangdrüse, auch Hypophyse genannt.

Sinkt der Spiegel der Schilddrüsenhormone im Körper ab, wird dies vom Gehirn registriert. Zunächst reagiert der Hypothalamus und schüttet das Thyreotropin-Releasing-Hormon (TRH) aus, das seinerseits die Hypophyse anregt, die daraufhin das 'Thyreoidea stimulierendes Hormon', kurz TSH, freisetzt. Das TSH wiederum sorgt dafür, dass in der Schilddrüse Hormone gebildet und über den Blutkreislauf zu allen Körperregionen transportiert wird.

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