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Fünfjähriger stirbt an Grippe, weil er zu spät geimpft wurde - jetzt warnen die Eltern

Joseph Marotta
Der Grippe-Tod dieses Jungen ist ein Weckruf, der zeigt: Eine Grippe-Impfung kann Leben retten. © Serene Shampine Marotta

Seine Eltern wollen warnen

Joseph Marotta ist gerade einmal fünf Jahre alt. Er hat sein ganzes Leben noch vor sich. Doch dann raubt ihm eine vermeintlich harmlose Grippe-Erkrankung das Leben. Und das, obwohl seine Eltern ihn gegen Grippe geimpft haben - zu spät.

"Wir könnten ihr sein, es könnte jedem passieren!"

Das tragische Schicksal von Joseph Marotta begann, als seine Mutter Serese einen Anruf aus dem Kindergarten bekam. Ein Mitarbeiter informiert die nichtsahnende Mutter darüber, dass ihr Sohn sich übergeben hat. Doch die denkt sich nichts dabei, schließlich hat sie Joseph und Tochter Emma noch vor Kurzem impfen lassen. "Wenn du beim zweiten Kind erfährst, dass es sich übergeben hat, ist das keine große Sache mehr. Du holst es einfach ab und schaust, wie es ihm geht", erklärt sich Mutter Serese Marotta gegenüber 'Today'. Eine Fehleinschätzung mit verhängnisvollen Folgen.

Denn schon bald geht es dem kleinen Joseph schlechter und schlechter. Mit einer lebensbedrohlich niedrigen Sauerstoffversorgung wird der Fünfjährige schließlich in die Notaufnahme eingeliefert. Doch da ist es bereits zu spät, nach neun Tagen im Krankenhaus stirbt der Junge an der H1N1-Pandemie.

Der tragische Grund: Die Grippe-Impfung des Fünfjährigen kam zu spät. Er hatte sich schon vor der Immunisierung angesteckt. Damit Josephs Tod nicht ganz umsonst war, wollen seine Eltern nun andere Familien warnen und zum Impfen aufrufen. "Wir könnten ihr sein, es könnte jedem passieren! Guckt euch das Bild unseres Jungen an, es könnte eurer sein", appellieren sie sie an andere Eltern.

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