LIEBE LIEBE

Frühlingsgefühle: Gönnen Sie sich die Liebe!

Frühlingsgefühle: Gönnen Sie sich die Liebe!

Warum die Liebe nicht erzwungen werden darf

Nun ist in diesem Jahr der Frühling sehr plötzlich über uns gekommen, was ja eine große Freude ist. Was mobilisiert in der Liebe mehr als der Frühling? Der Frühling, das ist der Inbegriff des Eros, der Inbegriff des Begehrens, alles strebt nach Vereinigung. Nun hat es den einen oder anderen Single fast überrumpelt, dass die Sonne quasi von einem Tag auf den anderen herrlich scheint und wämt, die Vögel zwitschern, die Blümlein blühen. Das Blut gerät in Wallung, die Hormone peitschen durch den Körper. Das Herz hüpft. Die große Frage ist nur: Für wen?

Der eine oder andere Single, der sich die Liebe sehnlichst in sein Leben wünscht, gerät da vielleicht in Panik und denkt: Jetzt muss es klappen! In diesem Frühling möchte ich mich verlieben, muss ich mich verlieben, glücklich verlieben.

Das ist der falsche Angang! Mit solchen Gedanken setzt man sich fürchterlich unter Druck. Die Liebe ist ein Kind der Freiheit, sie kommt nicht auf drängenden Zuruf. Sie möchte gebeten werden. Sie möchte eingeladen werden. Sie will zu jemanden kommen, der sich sicher ist, dass er die Liebe verdient hat, der sie sich selbst gönnt. Gönnen – das ist das Zauberwort. Sich etwas gönnen, das drückt sich am besten aus, wenn man denkt oder sagt.: Die Liebe darf jetzt kommen! Ich bin bereit für dieses Geschenk.

Allein diese sanften und liebevollen Worte öffnen doch Tür und Tore für die Liebe. Ich habe das am Wochenende mit meiner Freundin ausprobiert, sie heißt auch Birgit. Birgit liegt mir am Herzen. Ach was: Sie liegt nicht, sie wohnt direkt in meinem Herzen. Sie sitzt dort auf einem Thron. In ihren eigenem Dasein kommt das oft zu kurz, dass sie auf einen Thron gehört. Ihr Alltag fordert Birgit viel ab, drückt sie häufig auf die Knie. Meine gute Birgit sieht vor lauter Aschenputtel-Arbeit manchmal gar nicht, dass sie eine Königin ist, der ein Thron gebührt.

Frauen müssen sich die Liebe gönnen

Mir geht das bisweilen ähnlich. Vielen Frauen geht es ähnlich. Gerade die besten Frauen sind oft zu bescheiden! Deshalb ist es für Frauen dieses zarten Naturells im Frühling - dieser majestätischen Jahreszeit - besonders wichtig, dass sie sich ernst nehmen, sich wertschätzen, sich etwas gönnen: Die Liebe.

Meine Freundin und ich haben getestet, wie das wirkt, wenn wir uns immer wieder dieses Mantra sagen: Die Liebe darf jetzt kommen. Wir groovten uns regelrecht ein auf diese Worte. Es dauerte ein paar Stunden, bis das Wunder geschah: Es kam Frieden über uns. Und Hoffnung. Und die Gewissheit, dass es an der Zeit ist für uns, einer Liebe zu begegnen, die sich erfüllt. Die Angst vor einem erneuten Frühling ohne Liebe wich einer Zuversicht, die schon fast so schön war wie die Liebe selbst sein wird. Es war ein einziges Aufatmen. Am nächsten Tag haben wir dann beide etwas geschwächelt, Birgit und ich. Die Sorge fräste sich wieder in unsere Seelen. Wir schrieben uns bekümmerte SMS. Bis ich die Notbremse zog. Wir gaben uns beide einen Ruck, Birgit und ich, wir übten erneut unser Mantra – und siehe da: Die Befreiung trat rasch ein. Das Mantra wirkt direkt aufs Gemüt.

Ich sehe diesem Frühling froh und gelassen entgegen, meine Birgit ebenfalls. Hand in Hand stehen wir an der Schwelle und sind bereit für den Quantensprung ins Reich der Liebe.

Tut es uns nach, gönnt Euch etwas. Stimmt mit ein in das Lied: Die Liebe darf jetzt kommen. Schwups, wird sie da sein.

Ich muss mich heute fast ein wenig loben. Habe ich die Liebe je leichter gemacht, als mit diesem umwerfenden Mantra?

Seid in freudiger Erwartung! Eure Birgit

Anzeige