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Frühgeburtsrisiko erkennen: Ein neues Gerät soll es möglich machen

Frühgeburten
Mit dem Gerät könnte man künftig rechtzeitig das Risiko einer Frühgeburt abschätzen © picture alliance / dpa, Bernd Wüstneck

Wissen, wenn man ein Frühchen erwartet

Die Forschungsarbeit von Sabrina Badir aus der Schweiz könnte ein echter Durchbruch sein: Die Biomechanikerin hat ein Gerät erfunden, das das Risiko einer Frühgeburt rechtzeitig abschätzen soll - sodass rechtzeitig Maßnahmen getroffen werden können. Bereits in der Testphase wurde sie für ihre Erfindung ausgezeichnet. Doch wie funktioniert das Wundergerät?

Das Prinzip dahinter ist eigentlich ganz einfach: Mithilfe von Unterdruck wird ein wenig Haut des Gebärmutterhalses angesaugt. Dann wird genau gemessen, wie verformbar die Haut an der Stelle ist. So lässt sich die Festigkeit des Gebärmutterhalses ermitteln.

Zum einen hilft dies, frühzeitig das Risiko einer Frühgeburt zu erkennen. "Ist ein Gebärmutterhals zu weich, können wir künftig rasch reagieren und schwangerschaftserhaltende Maßnahmen ergreifen", erklärt ein Gynäkologe gegenüber dem 'Thuner Tageblatt'.

Zum anderen können so auch generelle Messwerte zur Festigkeit des Gebärmutterhalses erhoben werden, die Forschern und Gynäkologen weiteren Aufschluss geben. Denn die Zahl der Frühgeburten wächst. Dies wurde bisher mit dem steigenden Alter der Gebärenden und einer erhöhten Zahl von Mehrlingsgeburten nach künstlicher Befruchtung begründet. Mithilfe des Geräts ließen sich weitere Forschungen anstellen.

Noch befindet sich das Gerät in der Testphase und soll an über 1.000 Frauen erprobt werden. In ersten Tests an zarten Fleischstücken zeigte sich allerdings, dass die Sonde sicher ist.

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