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Frühgeburten durch Feinstaub: Erhöhtes Risiko durch Luftverschmutzung

Was löst Frühgeburten aus? Forscher vermuten, dass Feinstaub Frühgeburten auslösen kann.
Was löst Frühgeburten aus? Forscher vermuten, dass Feinstaub mit verantwortlich sein kann. © Vadim Zholobov

Feinstaub stört Nervensystem des Ungeborenen

Die Gefahr liegt in der Luft: Je höher der Anteil an Feinstaub in der Luft ist, desto größer ist auch das Risiko für Frühgeburten. Das fanden nun Forscher in den USA in einer Studie heraus, wie die Ärztezeitung mitteilte. Die Babys in besonders belasteten Gebieten kommen bereits in der 37. Schwangerschaftswoche auf die Welt und damit drei Wochen zu früh.

Wie genau die Luftverschmutzung die Schwangerschaft beeinflusst, darüber sind sich die Wissenschaftler nicht einig. Fest steht: Das Risiko für eine Frühgeburt steigt laut dieser Untersuchung um 19 Prozent, wenn die Belastung durch Feinstaub während der gesamten Schwangerschaft erhöht gewesen ist.

Die ultrafeinen Staubteilchen sind so klein, dass sie bis in die Lungenbläschen gelangen können. Dort werden sie nur sehr langsam oder gar nicht wieder abtransportiert. Dadurch können sie in den Blutkreislauf des ungeborenen Kindes gelangen und auch das Gleichgewicht des Nervensystems stören. Der Feinstaub bedeutet eine Belastung für Mutter und Kind.

Feinstaub wird zu einem Großteil durch die Abgase im Straßenverkehr erzeugt, deshalb ist die Belastung in Städten besonders hoch. Sich vor der giftigen Luft zu schützen ist nicht einfach. Chirurgenmasken halten die feinen Teilchen davon ab, in die Atemwege zu gelangen. Eine einfachere Möglichkeit ist eine gesunde Lebensweise: Eine vitaminreiche Ernährung kann den Schäden von Feinstaub entgegenwirken, so Experten.

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