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Früher Modesünde, heute Modetrend: Die neuen Moderegeln

Früher Modesünde, heute Modetrend: Die neuen Moderegeln
© Beusker

Diese Moderegeln sind veraltet

Styling-Regeln wie "Braun oder Dunkelblau nicht mit Schwarz kombinieren" oder "Niemals Silber mit Gold zusammen tragen" können wir heute mit einem stilbewussten Lächeln ignorieren. Wir müssen auch keine hautfarbigen Strumpfhosen mehr tragen und die Bluse in die Hose stecken - schließlich sind Regeln auch da, um gebrochen zu werden, oder etwa nicht? Ich zeige Ihnen fünf alte Styling-Regeln, die Sie so gerne vergessen können - und präsentiere Ihnen die neuen Moderegeln aus dem Jahr 2012.

Regel 1

Ein alter Grundsatz heißt: Nudetöne machen blass. Das stimmt grundsätzlich schon - es kommt nur darauf an, wie man Nude kombiniert. Ob mit kräftigen Tönen, richtigen Knallfarben oder schlichtem schwarz: Nude kann wunderschön aussehen. In Kombination mit Kobaltblau erinnert es an die edle Haute Couture, sehr elegant wirkt es mit kräftigem Burgunderrot. Sie wollen lässig aussehen? Kein Problem: Zusammen mit Pink oder Neongelb ist der Streetstyle perfekt. Keine Angst vor Nude!

Regel 2

Früher sagte man: Spitze trägt man nur am Abend. Diese Regel werfen wir auch über Bord. Spitze ist heiß und hip, und wir tragen sie nicht nur auf Partys, sondern schon am Montagmorgen. Das wichtigste hier ist, Spitze mit festen Stoffen zu kombinieren. Ein gut geschnittener Blazer oder feste Jeans nehmen das Niedliche und Mädchenhafte aus dem Spitzenlook. Für besondere Abende bleibt Spitze trotzdem ein Highlight - ich trage gerne eine schwarze Spitzenbluse mit schwarzem BH darunter zusammen mit einem eng anliegenden Bleistiftrock. Das ist ein klassischer, italienisch angehauchter und sehr femininer Look. Und Männer finden es auch super.

Noch mehr Moderegeln neu interpretiert

Regel 3

Damals war die Meinung: Eine Kette trägt man niemals über ein Top oder Shirt. Heute macht man das gern, allerdings muss man ein paar Dinge beachten. Die Kette sollte kräftig und schwer sein, kurze zarte Kettchen mit Namensanhänger vom Allerliebsten bleiben bitte versteckt. Ketten mit schönen Kombinationen aus Plexiglas (Acryl), kräftigen Perlen und funkelnden Steinen sind über hochgeschlossener Bluse oder dickem Sweater gern gesehen.

Regel 4

Es hieß mal: Schuhe und Handtasche muss farblich identisch sein. Dieser Regel muss aus der Zeit stammen, in der unsere Mütter noch Kinder waren. Ich glaube nicht, dass es heutzutage noch viele Frauen gibt, die sich wirklich daran halten. Damit es trotzdem nicht zu wild aussieht, beachten Sie einfach die '1+2-Regel': Bei Schuhen, Taschen und Gürtel müssen mindestens zwei der Teile aus der gleichen Farbe und dem gleiche Material bestehen. Gerade jetzt, wo Lederkleidung so angesagt ist, kann man eine braune Lederhose mit schwarzen Lederschuhen kombinieren - ohne albern auszusehen.

Regel 5

Lange Zeit ist es her, da sagte man: Eine Bluse muss immer eingesteckt werden. Ob im Rock oder in der Hose - diese Regel ist definitiv überholt. Heutzutage trägt man die Bluse nur vorne eingesteckt und hinten locker. Das wirkt nonchalant (feminin, aber lässig) und flotter als die alten Varianten 'rein' oder 'drüber'.

Und nächstes Mal verrate ich Ihnen die neuen Regeln über Strümpfe in offenen Schuhen und Sweater zum Rock.

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