Freudentränen bei der Geburt: 6 Monate später erzählen die schwulen Väter vom Alltag

Schwule Väter erzählen vom Babyglück

Im Sommer 2014 ist der Sohn von BJ Barone und Frank Nelson zur Welt gekommen. Das Foto, als die Eltern zum ersten Mal den Kleinen auf ihren Armen halten, ging um die Welt. Die Väter konnten ihr Glück kaum fassen und das ist heute noch so. Sechs Monate später erzählen die schwulen Väter von ihrem Elternglück.

BJ Barone und Frank Nelson mit ihrem Sohn
Dieses Foto ging im Sommer 2014 um die Welt.

BJ, Frank und Milo sind jetzt eine kleine Familie. Sechs Monate leben sie nun zusammen und der Alltag bei dem schwulen Paar aus Toronto ist eingekehrt. Die beiden Väter sind sehr stolz auf ihren kleinen Jungen, der sich prächtig entwickelt und freuen sich über jede kleine Entwicklung in seinem Leben – wie alle Eltern dieser Welt.

Doch so werden Sie nicht von allen behandelt. Denn es gibt noch immer Kritiker, die nicht akzeptieren, dass es ganz verschiedene Arten von Familie gibt. Sogar aus der eigenen Familie kommen Anfeindungen: BJ’s Vater kann es nicht verstehen, dass sein Sohn eine Familie gegründet hat, die nicht der Norm entspricht. Doch das scheint sich durch Milo langsam zu ändern, erzählt Frank: "Ich glaube Milo hat – so wie jedes Baby – die Fähigkeit, Herzen schmelzen zu lassen. Und er hat es auch bei BJ’s Familie geschafft. Die Situation hat sich sehr verbessert."

Die Väter scheinen auf alle Schwierigkeiten vorbereitet zu sein

Trotzdem liegen noch viele Schwierigkeiten vor den schwulen Vätern. Die fehlende Frau in Milos Leben ist ein großer Aspekt. Doch auch dafür glauben BJ und Frank eine gute Lösung zu haben, wie BJ erzählt: "Milo hat viele Frauen in seinem Leben: Meine Schwester, Franks Schwester, Cousinen, Omas und seine Patentante. Er wird nicht sein ganzes Leben nur von Jungs umgeben sein. Das ist auch wichtig, denn irgendwann wird er Fragen haben, die wir vielleicht nicht beantworten können."

BJ und Frankie haben mit Hilfe einer Leihmutter ihre Regenbogenfamilie gegründet. Kathy Frenette ist zweifache Mutter und hat den kleinen Milo für das homosexuelle Paar ausgetragen. Sie war zum ersten Mal Leihmutter. Kathys Kinder waren bis zur Geburt eng in die Schwangerschaft eingebunden.

Geld hat Kathy für die Leihmutterschaft offiziell nicht erhalten, das ist in Kanada verboten. Sie hat den kleinen Milo aber nur ausgetragen, die Eizelle stammt von einer anderen Frau, die Frank und BJ monatelang in einer Internetdatenbank ausgesucht haben. Beide Männer haben eine Samenspende gemacht und es in die Hand der Ärzte gelegt, welche Spende funktioniert und benutzt wird. Durch einen DNA-Test für die rechtmäßige Festlegung der Elternschaft wissen sie heute, wer von beiden der biologische Vater ist. Erzählen wollen sie es aber nicht. Nur Milo wird irgendwann erfahren, wer sein leiblicher Vater ist.

Anzeige