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Frauen sind sexgieriger als Männer - aber warum leben sie es nicht aus?

Frauen sind sexgieriger als Männer - aber warum leben sie es nicht aus?
© BlueSkyImages - Fotolia, ALEX SEREBRYAKOV

Vielseitiges Verlangen: Frauen suchen sexuelle Abwechslung

Wild und sexgierig - Die neue Wollust der Weiber! Klingt nach dem neuesten Porno, ist aber aktuelle Wissenschaft. Neue Studien haben nämlich herausgefunden, dass Frauen noch weniger für Monogamie geeignet sind als Männer! Die neueste Sex Forschung sieht uns als extrem leicht erregbare Wesen, denen nur ein Mann bei weitem nicht reicht. Denn angeblich sind wir extrem leicht zu erregen. Aber warum leben wir es dann nicht aus?

Von Dagmar Baumgarten

Jahrhundertelang ist uns doch immer eingehämmert worden, dass Männer ständig auf der Suche nach sexueller Abwechslung sind. Frauen dagegen nur auf ihren einen Traumprinzen warten, und wenn sie überhaupt mal an Sex denken, dann sind sie erotisch total fixiert auf Mr Right! Die Frauen, bei denen das nicht so ist (also wahrscheinlich 99,9 Prozent) können aufatmen, denn sie sind völlig normal. Was wir schon immer wussten ist jetzt also wissenschaftlich nachgewiesen. Wir sind viel aktiver als die Männer. Zumindest theoretisch.

Interessant ist, wie die Wissenschaftler das herausgefunden haben. Wie üblich gibt es den Vergleich mit dem Tierreich. Weibliche Affen sind nämlich anscheinend total emanzipiert und suchen ständig nach sexueller Abwechslung. Das reicht natürlich jetzt nicht als Beweis, um ernsthaft zu behaupten, dass wir alle auch sexgierige Polygamisten sind. Deshalb haben die Forscher versucht herauszufinden, was Frauen wirklich wollen. Mit Hilfe von Pornos, die sie sowohl Männern als auch Frauen gezeigt haben, konnten sie nachweisen, dass Frauen viel vielfältiger zu erregen sind als Männer.

Egal, was man Frauen zeigte, ob Hetero-, Homo, oder Gruppensex – sie waren immer erregt. Masturbations-Filmchen und sogar erotische Sequenzen mit Zwergschimpansen ließen angeblich ebenfalls die weiblichen sexuellen Erregungskurven hochschießen.

Überraschenderweise ist das bei den Männern nicht so. Sie brauchen ganz klare Heteropornos, oder als Schwule eben Homoerotik, um stramm zu stehen. Die Liebesspiele der Zwergschimpansen ließen sie völlig kalt.

Sexlust machte Männern schon immer Angst

Aber warum sind wir denn so leicht entflammbar? Eigentlich klar. Evolutionär wurde unsere angebliche Lust an der Monogamie ja so begründet, dass wir einen Versorger brauchen für unser Kind. Der Mann dagegen möchte seine Gene möglichst breit streuen. Und ist daher immer auf der Suche nach Abwechslung.

Aber warum sollte eine Frau nicht auch bemüht sein, ihre Gene zu streuen? Gerade rund um ihren Eisprung herum interessieren sich Frauen häufig für ganz andere Kerle als den, der ihnen zu Hause das Sofa warm hält.

Geahnt haben das die Männer ja schon lange. Und vor allem hat es ihnen Angst gemacht. Grausamste Strafen, wie Klitoris- Verstümmelungen oder Hexenverbrennungen begründen sich in dieser Urangst, dass die Wollust der Frauen ihnen ein Kuckuckskind unterjubeln könnte.

Genau diese jahrhundertelange Verteufelung der weiblichen Lust ist auch der Grund warum die Frauen ihre wilde Lust eher verheimlichen, oder sogar ganz unterdrücken. Auch heute noch ist eine sexuell aktive Frau für viele eine Schlampe.

Aktuell beklagt sich darüber auch Sängerin Lily Allen in ihrem Song: "it’s hard out here for a bitch!" Da trällert sie: "Wenn ich dir von meinem Sexleben erzählen sollte, würdest du mich eine Hure nennen. Wenn Jungs über ihre Schlampen reden, ist das ganz normal!" Leider ist diese Einstellung immer noch viel verbreiteter als man denkt - gerade auch bei jungen Typen. Die heimliche Lust der Frauen und die unheimliche Schizophrenie der Männer.

Denn während sie einerseits lustvolle Frauen verteufeln, forschen sie andererseits mit Hochtouren an einer neuen Lustpille für Frauen!

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