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Frauen in Deutschland geht es gut

Deutschen Frauen geht es gut
Deutschen Frauen geht es gut. Das hat eine Studie zur Lage von Frauen weltweit ergeben. © dpa, Julian Stratenschulte

Studie zu den Lebensbedingungen von Frauen

Nach miesen Ergebnissen in puncto Kinderbetreuung landet Deutschland jetzt auf Platz 2 bei einer internationalen Untersuchung von Lebensbedingungen für Frauen. Durchgeführt wurde die Studie von der ‚Thomson Reuters Foundation‘, die 20 Nationen unter die Lupe nahm.

Indien ist demnach das frauenfeindlichste Land der Welt. Fast jede Stunde geschieht dort ein sogenannter 'Mitgiftmord', bei dem eine Frau vom Verlobten getötet wird, nachdem dieser die Mitgift kassiert.

Dass Deutschland so weit oben liegt, ist erfreulich. Möglicherweise liegt es daran, dass die Studienleiter die gesundheitliche Versorgung, Rechte von Frauen, politische Situation und den Zugang zur Bildung unter die Lupe nahmen. In früheren Studien, in denen speziell die Lage von Müttern untersucht wurde, belegte die Bundesrepublik eher hintere Plätze – aufgrund schlechter Möglichkeiten der Kinderbetreuung. An der Spitze liegt Kanada. Großbritannien ist auf Platz 3, gefolgt von Australien, Frankreich und den USA.

Indien ist das frauenfeindlichste Land

Schlusslichter sind Saudi-Arabien, welches Frauen noch nicht einmal das Autofahren erlaubt - und Mexiko. Doch das, was in Indien geschieht, ist einfach erschreckend und unwürdig: "Frauen und Mädchen werden weiter wie Vieh verkauft, mit zehn Jahren verheiratet, lebendig verbrannt oder wie Sklaven gehalten", sagte Gulshun Rehman von der Organisation ‚Save the Children‘ zur Studie.

Besonders in ländlichen Gegenden werden sie wie Arbeitstiere und Gebärmaschinen gehalten. Vorausgesetzt, sie erwarten einen Jungen, denn weibliche Föten werden fast immer abgetrieben. Und kommt es dann doch zu einer Geburt, stirbt jede fünfte Inderin dabei oder an den Folgen von Infektionen.

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