LEBEN LEBEN

Frauen am Steuer: Von wegen ruhigere Autofahrer

Studie beweist: Frau wird am Steuer immer aggressiver
Studie beweist: Frau wird am Steuer immer aggressiver Von wegen ruhigere Autofahrer 00:02:32
00:00 | 00:02:32

Studie beweist: Frau hinterm Steuer wird immer aggressiver

Hand aufs Herz: Welcher Typ Autofahrer sind Sie? Auf Deutschlands Straßen wird gedrängelt, geschimpft und gerast. Laut neuester Studie holen die Frauen am Steuer dabei kräftig auf und lassen sich von männlichen Dränglern längst nicht mehr alles gefallen.

Sie sind an jeder Ecke zu finden: Straßenraudis. Jeder hat es eilig, jeder will schnell an sein Ziel kommen, da wird der Vordermann dann auch gerne schon mal von hinten unter Druck gesetzt und angehupt. Egal ob notorische Linksfahrer oder bummelnde Fahrzeuge in der Innenstadt – auf deutschen Straßen geht es ganz schön aggressiv zu. Doch laut neuester Unfallstudie gibt es nur die Hälfte der Autofahrer ehrlich zu. Und es sind mittlerweile immer mehr Frauen, die sich im Verkehr rüpelhaft verhalten.

Rund 52% der Frauen geben zu, dass sie Gas geben, wenn Sie sauer sind. Besonders aggressiv wird das weibliche Geschlecht vor allem dann, wenn es darum geht, sich im Straßenverkehr behaupten zu müssen. Allerdings sind unterschiedliche Reaktionen zu beobachten: Werden Autofahrerinnen vom Hintermann bedrängt, treten ein Drittel erstmal auf die Bremse, um den Drängler zu ärgern. Männer hingegen lassen in solchen Situationen gerne den dominanten Platzhirschen raushängen, weiß Experte Siegfried Brockmann, Leiter der Unfallforschung der Versicherten (UDV): "Das heißt, da ist einer vor mir, der muss da weg, wenn er nicht schnell genug ist - oder ich schere vor ihm ein, wenn er nicht schnell genug reagiert.“

Dieses Verhalten ist äußerst gefährlich. Doch laut aktueller Studie werden auch Frauen immer mehr zum Raudi und packen den Bleifuß aus: 20 Prozent der Fahrerinnen überholen ebenfalls auch gerne mal rechts. Ob aggressiv oder nicht liege aber nicht ausschließlich am Geschlecht, sagt der Experte: „Wir können auch sehen, dass Besserverdienende mit hoher Schulbildung aggressiver sind als andere.“ Wer in der Gesellschaft oben stehe, habe gelernt sich durchzusetzen und wendet diese Verhaltensweise auch im Straßenverkehr an, erklärt Brockmann.

Mehr Gelassenheit tut allen gut

Die aktuelle Studie zeigt: die Zahl der Unfalltoten ist gestiegen. Ein Grund dafür sind zweifelsohne die Aggressionen im Straßenverkehr. Denn Wut im Auto lenkt nur ab. Damit die Unfallzahlen nicht noch weiter steigen, wäre etwas mehr Gelassenheit nicht schlecht – und zwar bei Frauen UND Männern!

Anzeige