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Frau muss Muttermilch am Flughafen wegkippen: Jessica lässt bei Facebook Frust ab

„Sie haben mich gedemütigt - als Berufstätige und auch als Mutter“

Beruflich viel unterwegs sein und das Baby, das zuhause wartet, trotzdem mit der eigenen Muttermilch versorgen? Das ist der jungen Mutter Jessica Coakley Martinez aus den USA sehr wichtig. Und bisher hat dieser Spagat immer super funktioniert: Die Kalifornierin pumpte ihre Muttermilch auf Reisen ganz einfach ab und brachte sie dann auf dem Rückflug für ihr acht Monate altes Baby mit. Doch nun musste sie am Londoner Flughafen ganze 15 Liter auskippen – weil die Sicherheitsbeamten es so wollten.

Frau muss Muttermilch am Flughafen wegkippen: Jessica lässt bei Facebook Frust ab
© Jessica Coakley Martinez

In einem offenen Brief auf Facebook prangert Jessica das Verhalten der Sicherheitsmitarbeiter an. Diese hätten die junge Mutter nämlich dazu gezwungen, die abgepumpte Muttermilch – die ihr Baby ganze zwei Wochen ernährt hätte – wegzukippen. Und das, ohne die Mutter überhaupt anzuhören. "So sei eben das Gesetz", hätten die Beamten immer wieder betont. Für Jessica ist das total unverständlich. Immerhin sei es schon schwer genug, überhaupt unterwegs abzupumpen - auf Toiletten oder zwischen Business-Meetings.

Dass diese Mühe nun vollkommen umsonst gewesen sein soll, mache Jessica fassungslos. Alles Betteln, Flehen und sogar Weinen sei zwecklos gewesen – und das, obwohl sogar ein großer Teil der Muttermilch eingefroren und „fest wie ein Brocken“ gewesen sei. „Sie haben mich gedemütigt und dazu gebracht, mich komplett unterlegen zu fühlen, als Berufstätige und auch als Mutter“, schreibt sie.

Jessica erfährt Trost und Zuspruch auf Facebook

Nach den Richtlinien des Heathrow Airport in London dürfe man „angemessene Mengen Muttermilch“ mit sich führen, wenn man mit seinem Kind unterwegs sei. Doch reist man ohne Baby, darf die Milch nicht die typische 100-Milliliter-Flüssigkeitsgrenze überschreiten. An anderen Flughäfen sei das bisher nie ein Problem gewesen, so Jessica.

Der Flughafen hat sich bisher noch nicht zu dem offenen Brief geäußert und das trotz großem Wirbel. Der Facebook-Post wurde mittlerweile nämlich fast 4.000 Mal geteilt. In den Kommentaren erfährt Jessica viel Trost und Zuspruch. Viele der anderen User sind der Meinung: „Das kann doch einfach nicht wahr sein!“ Nicht unbedingt der Muttermilch wegen, sondern wie die Sicherheitsbeamten mit Jessica umgegangen sind. „Sowas hat keine Mutter verdient!“

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