Frau heiratet den Mörder ihrer Zwillingsschwester

Sie glaubt an seine Unschuld

Diese Hochzeit sorgt in Argentinien für großes Entsetzen: Edith Casas (22) hat den Mörder ihrer Zwillingsschwester Johana geheiratet. Wie 'Daily Mail berichtet, fand die Trauung in Pico Truncado, ein Dorf 1.500 Kilometer südlich von Buenos Aires, statt. Allerdings nicht ganz problemlos: Wütende Bürger protestierten gegen die Hochzeit und bewarfen das Ehepaar sogar mit Eiern und Steinen.

Frau heiratet den Mörder ihrer Zwillingsschwester
Edith Casas (22) glaubt an seine Unschuld © Minerva Studio - Fotolia

Bei dem Bräutigam handelt es sich um den verurteilten Mörder Victor Cingolani, der zur Zeit eine Haftstrafe von 13 Jahren absitzt. 2010 soll er Johana Casas mit zwei Schüssen getötet haben. Doch Edith glaubt fest an seine Unschuld. "Ich möchte mit Victor eine Familie gründen, weil ich ihn liebe", sagte sie im vergangenen Jahr. "Er ist unschuldig, der wahre Schuldige soll für den Mord an meiner Schwester büßen."

Eltern versuchten die Hochzeit zu verhindern

Ediths Eltern versuchten die Hochzeit bis zum Schluss zu verhindern. "Ich finde keine Worte, die Ediths Verhalten beschreiben könnten", so die Eltern gegenüber 'Daily Mail'. "Sie macht sich eines schweren Verrats schuldig." Immer wieder wurde die Hochzeit verschoben, weil Ediths Mutter ihre Tochter für unzurechnungsfähig erklärte und behauptete, sie leide an psychischen Problemen. Auch der Vater will nichts mehr mit seiner Tochter zu tun haben. "Für mich sind beide gestorben. Johana ist bei den Göttern, Edith beim Teufel", sagte er der Zeitung 'El Periódico'.

Zur Trauung, die am Valentinstag vollzogen wurde und gerade mal 15 Minuten dauerte, erschienen lediglich Angehörige des Bräutigams. Victor beteuert weiterhin seine Unschuld.

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