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Forscher besorgt: Ist glutenfreie Ernährung krebserregend?

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Glutenfreies Brot wird oft aus Reismehl hergestellt - und darin liegt das Problem.

Doppelt so viel Arsen im Urin als bei Gluten-Essern

Sie essen kein Gluten, weil Sie Ihrem Körper Gutes tun möchten? Womöglich erreichen Sie damit aber genau das Gegenteil. US-Forscher fanden in ihrer im Journal 'Epidemiology' publizierten Studie nun heraus: Menschen, die sich glutenfrei ernähren, haben doppelt so viel Arsen im Urin, als diejenigen, die Gluten essen. Und Arsen gilt als krebserregend. Doch woran liegt das und was tun, wenn man Gluten nicht verträgt und darauf verzichten muss? Wir klären auf. 

Glutenfreie Produkte werden unter anderem aus Reis hergestellt - und das ist oft mit Arsen belastet

Glutenfreie Ernährung erlebt derzeit einen wahren Boom. Egal, ob sie wirklich eine Unverträglichkeit haben, oder es einfach nur für ungesund halten – immer mehr Menschen verzichten auf Weizen, Roggen und anderes glutenhaltiges Getreide. Stattdessen verwenden sie Brot, Nudeln und Mehl aus Mais, Kartoffeln oder Reis. Und im Letzteren liegt das Problem. Denn Reis ist oft mit Arsen belastet. Zuletzt fielen viele Sorten im 'Öko-Test' wegen des hohen Gehalts durch. Vor allem der als gesund geltende Vollkornreis hat schlecht abgeschnitten. Zwar enthält er mehr Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe als weißer Reis. Doch in den Randschichten können sich Schadstoffe wie Arsen anreichern. 

Und diesen fanden die Wissenschaftler von der 'University of Illinois at Chicago' im Urin ihrer Probanden, die sich glutenfrei ernähren. Und zwar doppelt so viel als im Urin derjenigen, die Gluten essen. Außerdem hatten die Gluten-Vermeider im Blut 70 Prozent mehr Quecksilber. Auch das Schwermetall gilt als gesundheitlich bedenklich. 

Wer auf Gluten verzichten muss oder möchte, sollte deshalb bei Ersatzprodukten darauf achten, nicht nur solche aus Reismehl zu verwenden. Als Beilage empfiehlt es sich statt Vollkorn- lieber geschälten Reis zu verwenden. Außerdem raten die Experten dazu, den Reis vor dem Kochen gut zu waschen und die Wasser- statt der Quellmethode zu wählen. Mit dem Wasser, das nach dem Kochen abgegossen wird, reduziert sich auch der Arsen-Gehalt etwas.

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