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Formen von Vulvovaginitis und was Sie dagegen tun können

6 Tipps für eine gepflegte Vagina
6 Tipps für eine gepflegte Vagina Intimbereich 00:01:44
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Woran erkenne ich eine Vulvovaginitis?

Von einer Vulvovaginitis sprechen Gynäkologen, wenn eine Entzündung im Intimbereich vorliegt, die sowohl die Vulva als auch die Scheide betrifft. Symptome sind dabei in der Regel ein Jucken und Brennen im Intimbereich sowie vaginaler Ausfluss. Welche Formen von Vulvovaginitis es gibt, erfahren Sie hier.

Vaginale Pilzinfektion

Die bekannteste Form von Vulvovaginitis ist die Pilzinfektion, ausgelöst durch den Hefepilz Candida albicans. Die typischen Anzeichen dafür hat nahezu jede Frau einmal in Ihrem Leben:

  • Jucken und Brennen der Scheide
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • weißlicher, cremiger bis bröckeliger Ausfluss
  • unangenehmer Geruch im Intimbereich
  • gerötete, eventuell rissige Haut um die Scheide herum
  • eventuell Bläschen oder Ausschlag

Meist reicht es, wenn Scheidenpilz lokal mit einem Antimykotikum behandelt wird. Dieses gibt es in der Apotheke als Creme, Zäpfchen oder Kombi-Produkt aus beidem zu kaufen. Es hemmt das Wachstum des Pilzes beziehungsweise tötet den Pilz vollständig ab.

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Herpes Genitalis

Eine weitere Form der Vulvovaginitis ist der sexuell übertragbare Herpes Genitales. Er äußert sich ebenfalls durch Brennen und Jucken sowie durch weiße Bläschen im Intimbereich. Normalerweise verschwinden diese nach zwei bis drei Wochen von alleine. Dennoch sollten Sie Ihren Frauenarzt bei diesen Symptomen konsultieren, damit er Ihnen gegebenenfalls ein antivirales Medikament verschreiben kann.

Bakterielle Vaginose

Eine besondere Form von Vulvovaginitis ist die bakterielle Vaginose, welche auch mal unerkannt bleiben kann. Symptome hierbei können sein:

  • dünnflüssiger, gräulich-weißer Ausfluss
  • fischiger Geruch
  • Juckreiz, Brennen und Rötungen sind eher selten

Nicht alle Frauen sind bei einer bakteriellen Vaginose von Symptomen betroffen, sondern sind während der Infektion beschwerdefrei.

Gonorrhoe-Infektion

Bei einer Gonorrhoe-Infektion sind die Schleimhäute mit sogenannten Gonokokken besiedelt. In der Regel betrifft diese Art von Vulvovaginitis junge Mädchen und ältere Frauen, in seltenen Fällen tritt sie während der Schwangerschaft auf. Auch hier juckt und brennt der Intimbereich stark. Ebenso wie der Genitalherpes ist auch eine Gonorrhoe-Infektion sexuell übertragbar.

Generell gilt: Wenn Sie spüren, dass etwas mit Ihrer Intimflora nicht stimmt, sollten Sie in jedem Fall immer mit Ihrem Gynakologen Rücksprache halten.

Vulvovaginitis bei kleinen Mädchen

Vulvovaginitis wird nicht nur bei erwachsenen Frauen diagnostiziert. Auch junge Mädchen, die noch nicht in der Pubertät sind, können Symptome einer solchen Entzündung aufweisen. Mangelndes Östrogen begünstigt diese bakterielle Infektion, die Schleimhäute sind anfälliger für Keime.

Und selbst neugeborene Mädchen können von einer Vulvovaginitis betroffen sein. Sie haben sich während der Geburt durch die Verschleppung von Keimen aus dem After der Mutter infiziert. Auch hier hat ihr niedriger Östrogenspiegel zur Folge, dass der Intimbereich sehr empfindlich ist.

In beiden Fällen sollten Sie mit Ihrem Kind einen Arzt aufsuchen, um die Behandlung abzuklären. Oft ist eine Behandlung mit Antibiotika nicht notwendig. Stattdessen sollen regelmäßige Sitzbäder die normale Schleimhautflora wiederherstellen.

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