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Folgen von Alkohol: Das Gehirn schrumpft

Wissenschaftler bewiesen als Folgen von Alkohol das Schrumpfen des Gehirnvolumens. Ge
Als eine der Folgen von Alkohol wiesen Wissenschaftler einen Schwund des Gehirnvolumens nach. © dpa bildfunk

Zusammenhang zwischen Alkohol und Hirnzustand

Schon ein geringfügiger Alkoholkonsum lässt auf Dauer das Gehirn schrumpfen. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung von US-Wissenschaftlern.

Die Forscher werteten die Daten von 1.839 Personen aus, bei denen im Rahmen einer Studie zwischen 1999 und 2001 regelmäßig MRT-Bilder des Gehirns gemacht worden waren. Die meisten der Teilnehmer hatten angegeben, relativ wenig Alkohol zu trinken.

Es zeigte sich, dass sich ein Zusammenhang zwischen der getrunkenen Alkoholmenge und einem Schwund des Gehirnvolumens feststellen ließ. Je länger Alkohol konsumiert worden war, desto kleiner war das Denkorgan. Die Forscher stellten auch fest, dass Frauen von dem Effekt stärker betroffen waren als Männer. Die Wissenschaftler haben ihre Ergebnisse im Fachmagazin 'Archives of Neurology'

veröffentlicht.

Ausschlaggebend für den Gehirnschwund ist anscheinend nicht nur die Menge, sondern die Regelmäßigkeit des Alkoholkonsums. Auch wenn nur kleine Menge regelmäßig getrunken werden, leidet das Hirn.

Erklärt wird das Schrumpfen des Gehirnvolumens damit, dass Alkohol ein Nervengift ist, das sich unter anderem negativ auf die Nervenzellen im Gehirn auswirkt. Die Nervenzellen sterben ab. Allerdings besteht die Möglichkeit, dass sich nach längerer Abstinenz wieder neue Zellen bilden und das Hirn seine ursprüngliche Größe erreicht. Besteht jedoch ein jahrelanger Alkoholmissbrauch erholt sich das Gehirn nicht mehr. Es kommt zu einer alkoholischen Demenz, die nicht wieder verschwindet.

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