Flugausfälle bei TUIfly und Air Berlin: Das sollten Reisende jetzt beachten

Bei 'TUIfly' und 'Air Berlin' herrscht Chaos
Bei 'TUIfly' und 'Air Berlin' herrscht Chaos Flüge fallen reihenweise aus 00:07:07
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Jede vierte Maschine blieb auf dem Boden

Ganz schlechte Nachrichten für Tausende Urlauber: Der Ferienflieger Tuifly kapituliert vor den massenhaften Krankmeldungen bei seinem fliegenden Personal und bleibt am Freitag komplett am Boden. Alle 108 Flüge werden gestrichen, wie der Touristikkonzern Tui mitteilte. Demnach sind rund 9.000 Passagiere betroffen. Auch bei Air Berlin blieben viele Flieger am Boden. Was bedeutet das jetzt für die Reisenden? In vielen Bundesländern beginnen die Herbstferien.

"Die hohe Anzahl an Krankmeldungen kam sehr kurzfristig, sodass sich die Unternehmen auf den Personalausfall kaum einstellen konnten. Hintergrund dieser vielen Krankmeldungen ist sicherlich die Verlagerung von Flottenteilen von AirBerlin zu TUIfly und entsprechend eine ungewisse Zukunft, die viele Mitarbeiter fürchten", sagt RTL-Reise-Experte Ralf Benkö. 

Auch wenn es der Öffentlichkeit so nicht erklärt wird, ist von einem stillen Protest des Flugpersonals auszugehen. Die Bekanntgabe, dass sich AirBerlin zu einem neuen Airline-Verbund zusammenschließt kam für die Mitarbeiter überraschend. "Das ist natürlich ein Kommunikationsgau, der da passiert ist", sagt Nicoley Baublies, Sprecher der 'Unabhängige Flugbegleiter Organisation'. Das Unternehmen habe den Mitarbeitern plötzlich ein Schreiben geschickt, das alles in Frage stellt - den Tarifvertrag, den Einsatzort, den Job, die Zukunft. Und letztendlich die Zukunft des gesamten Unternehmens. 

Was sollten Reisende jetzt tun? - Die Tipps des RTL-Reise-Experten Ralf Benkö

1. Einen Ersatzflug von Airline und Reiseveranstalter verlangen, wenn es sich bei der gestrichenen Reise um eine Pauschalreise handelt.

2. Wurde kein Ersatzflug gestellt? Dann verlangen Sie zusätzlich zur Rückerstattung des Flugpreises eine Entschädigung von der Airline - zwischen 250 und 600 Euro, je nach Strecke. 

3. Innerhalb eines Monats eine Entschädigung vom Reiseveranstalter fordern - Rückzahlung des Reisepreises plus Entschädigung wegen nutzlos aufgewendeter Urlaubszeit in gleicher Höhe. Das geht dann, wenn die Reise durch den Veranstalter abgesagt wurde. Dabei müssten eventuelle, separate Entschädigungs-Zahlungen durch die Airline angerechnet werden.


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