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Flip-Flops im Test: Zehentrenner sind voller schädlicher Chemikalien

Flip-Flops sind voller schädlicher Chemikalien
Fast alle untersuchten Flip-Flops waren mit Chemie belastet © picture alliance / Frank May, Frank May

Flip-Flops mit gefährlicher Chemie

Flip-Flops sind nicht nur wegen ihrer Form gesundheitsschädlich: In einer Untersuchung wurden nun gesundheitsschädliche Stoffe in den Schuhen gefunden. Diese können teilweise sogar krebserregend sein.

Lösungsmittel, Schwermetalle wie Blei und Chrom und krebserregende polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) gehören zu den Stoffen, die innerhalb eines Tests des Westdeutschen Rundfunks in den Zehentrennern gefunden wurden. In der Untersuchung wurden zwölf Flip-Flop-Modelle geprüft: In zwei Paaren wurden Lösungsmittel, in zehn Schwermetalle und in sechs das gesundheitsgefährdende PAK nachgewiesen.

Ein besonderes Risiko für Flip-Flop-Träger besteht, weil die Schuhe in der Regel barfuß getragen werden. So können die gefährlichen Stoffe schneller den Weg über die Haut in den Organismus finden. Schwermetalle belasten hingegen die Umwelt, wenn sie irgendwann im Müll landen.

Die Reaktionen der Hersteller fallen sehr verschieden aus: Der Anbieter ‚KIK‘ zum Beispiel kündigte nach dem Test an, die belasteten Schuhe der Marke Disney Pixar aufgrund der PAK-Werte aus dem Handel zu nehmen. Andere Händler beriefen sich hingegen auf fehlende gesetzliche Grenzwerte – manche haben dennoch angekündigt, ihre Produkte noch einmal untersuchen zu lassen.

Am meisten belastet waren die günstigeren Modelle. Nikes Testsieger und der zweite Platz, die Flip-Flop Originals von Zalando, kosten 25 Euro und waren vergleichsweise wenig belastet – weder PAK noch Schwermetalle wurden hier nachgewiesen. Die V-Sandale von Rossmann, die Kinder Flip-Flops MC Queen Disney Pixar von KIK und die V-Sandale von KIK waren am schwersten belastet – sie haben jeweils einen Preis unterhalb der Drei-Euro-Grenze.

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