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Fettleber: Was sind die Ursachen und was ist zu tun?

Was tun bei Fettleber?
© picture-alliance/ dpa, Lehtikuva Marja Airio

Falsche Ernährung und zu viel Alkohol schaden der Leber

Sie bügelt als Entgiftungsorgan unsere Feierabend-Sünden aus und wächst angeblich mit ihren Aufgaben – die Leber. Bitter ist nur, dass an dem Trinkspruch tatsächlich etwas dran ist. Wer ständig fettiges Essen und literweise Alkohol verschlingt, muss damit rechnen, dass die Leber anschwillt und eine Fettleber entsteht.

Eine Fettleber ist aber kein Grund zum Protzen, sondern ein echtes Alarmsignal. Pro Jahr sterben in Deutschland 20.000 Menschen an den Folgen chronischer Leberkrankheiten.

Das Problem: Leberschäden sind schwer zu erkennen und deshalb besonders tückisch. Dauernde Müdigkeit und ein Druckgefühl im rechten Oberbauch gelten als typische Symptome, aber auch scheinbar harmlose Probleme wie Konzentrationsstörungen, Übelkeit und Hautjucken. Oft werden Leberkrankheiten viel zu spät behandelt. "Umso wichtiger ist es für jeden Einzelnen, beim Gang zum Hausarzt wenigstens einmal im Jahr darauf zu bestehen, dass dieser Blut abnimmt und die Leberwerte überprüft", sagt Professor Dr. Claus Niederau, Vorstand der Deutschen Leberhilfe und Vorstandsmitglied der Deutschen Leberstiftung.

Fünf Millionen Deutsche leiden unter Leberschäden, immer häufiger stellen Ärzte die Diagnose 'Fettleber' – eine Begleiterscheinung von Übergewicht, die nicht selten zur Leberentzündung führt. Das relativ junge Krankheitsbild droht zum Massenphänomen zu werden. Schon heute hat mehr als jeder fünfte Deutsche eine Fettleber.

Wie wichtig eine gesunde Leber ist, zeigt ein Blick auf die Aufgaben des Organs: Als eine Art körpereigene Kläranlage filtert die Leber rund um die Uhr Alkohol, alte Zellen, Fett und Arzneimittelrückstände aus dem Blut. Quasi nebenbei speichert sie Eisen und Vitamine. Um die Leberfunktionen in Schwung zu halten, sind sogar geringe Mengen Alkohol erlaubt – es sollte aber maximal bei 0,5 Litern Bier oder einem Glas Wein bleiben. Je geringer die Giftstoffbelastung, desto besser, denn in einer vernarbten, zirrhotischen Leber entstehen häufig Krebsgeschwüre.

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