HAARPFLEGE

Fettiges Haar: Shampoos im Test

Welches Shampoo ist für meinen Haartyp geeignet?
Welches Shampoo ist für meinen Haartyp geeignet? Tipps für gepflegtes Haar 00:05:36
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Fettiges Haar durch übereifrige Talgdrüsen

Eine Überproduktion der Talgdrüsen ist die Ursache dafür, dass frischgewaschenes Haar schnell wieder fettig wird. Die Frisur hält nicht mehr und das Haar wirkt strähnig. Wir verraten Ihnen, wie Sie endlich Ihr Fett wegbekommen - zumindest aus den Haaren!

Haare waschen
Welches Shampoo hilft bei fettigem Haar? Wir machen den Test! © Iurii Sokolov - Fotolia

Unsere Kopfhaut besitzt Millionen von Talgdrüsen. Sie produzieren tagtäglich Sebum, eine wachsartige Substanz, die das Haar geschmeidig und weich hält und es vor Feuchtigkeit schützt. Ohne Sebum wäre unser Haar trocken, spröde und vor allem UV-Strahlung und Wasser fast schutzlos ausgesetzt. Doch eine Überproduktion der Talgdrüsen kann zum echten Problem werden. Vor allem Veranlagung ist die Ursache dafür. Die stark fettende Kopfhaut ist dann genetisch bedingt und kann durch äußerliche Mittel wie Shampoo oder Haarwasser nur kurzfristig entfettet, nicht aber langfristig "ausgetrocknet" werden.

So wirken Shampoos gegen fettiges Haar

Eigentlich ist das Besondere an Shampoos gegen fettige Kopfhaut nur, dass ihr Anteil an rückfettenden Substanzen sehr sparsam dosiert ist. Schließlich braucht fettiges Haar zusätzliche Wachse und Öle nicht. Gleichzeit bewirken reinigende Substanzen (Tenside), dass die Kopfhaut gründlich entfettet wird. Achtung: Auch die Längen und Spitzen werden dadurch ausgetrocknet, deshalb nur die Kopfhaut shampoonieren.

Manche Anti-Fett-Shampoos enthalten noch astringierende Stoffe wie Kräuterauszüge, die die Poren der Kopfhaut verengen und so die Talgproduktion drosseln sollen. Ätherische Öle wie Methol hinterlassen zusätzlich ein Gefühl der Frische. Direkt beeinflussen lässt sich die Talgproduktion jedoch nicht – da hilft nur Geduld: Mit zunehmendem Alter lässt die Aktivität der Talgdrüsen nämlich nach.

Unsere Galerie zeigt Ihnen, wie die Anti-Fett-Shampoos in unserem Test abgeschnitten haben:

Falsche Pflege macht Haar strähnig

Auch falsche Pflege macht aus normalem Haar fettige Strähnen. Wer sein Haar ständig kurt, mit Styling-Produkten überlädt oder Spülung und Shampoo nicht gründlich ausspült, lässt Rückstände im Haar, die es strähnig und stumpf machen und auch die Kopfhaut schneller fetten lässt.

Stellt sich der Körper im Leben einer Frau hormonell um, wie zum Beispiel in der Pubertät oder Schwangerschaft, kann auch das fettige Kopfhaut auslösen. Der sich verändernde Hormonhaushalt regt dann die Produktion der Talgdrüsen an.

Auch wenn fettiges, strähniges Haar in erster Linie ein rein optisches Problem zu sein scheint: Einige Haar-Experten glauben, das chronisch fettiges Haar den Haarwuchs auf lange Sicht beeinträchtigen und sogar zu Haarausfall führen kann. Nicht zuletzt ist eine Fettschicht auf der Kopfhaut auch ein Nährboden für Bakterien, die Reizungen, Schuppen und Ausschläge auslösen können.

So pflegen Sie fettiges Haar richtig

Stellen Sie sicher, dass Sie die richtigen Pflege- und Reinigungsprodukte für Ihre Haar verwenden. Wer feines Haar mit Produkten für trockenes Haar versorgt, riskiert, dass die darin enthaltenen Wachse und Öle das Haar strähnig werden lassen.

- Waschen Sie Ihr Haar ruhig täglich - ist gibt keine Belege dafür, dass häufiges Waschen das Haar noch schneller fetten lässt.

- Shampoonieren Sie Ihr Haar möglichst ohne es zu massieren - das würde die Talgdrüsen anregen.

- Komplizierter wird es bei trockenen Spitzen: Shampoonieren Sie hier nur den Ansatz mit einem Spezialshampoo. An die Spitzen gelangt das Shampoo-Wasser-Gemisch nur beim Ausspülen.

- Exzessives Bürsten, heißes Wasser und heiße Föhnluft aktivieren die Talgdrüsen zusätzlich. Verzichten Sie deshalb so gut es geht darauf!

- Wenn’s mal schnell gehen muss und der Haaransatz schon wieder fettig ist: Tränken Sie ein Wattepad mit alkoholhaltigem Gesichtswasser und betupfen Sie damit den fettigen Ansatz. Das trocknet die strähnigen Stellen kurzfristig etwas aus.

- Achten Sie darauf, dass Ihr Haarschnitt gut sitzt und gehen Sie nicht zu selten zum Frisör. Eine rausgewachsene Frisur fettet stärker nach als ein frischer Schnitt.

- Typische Haarvitamine und Mineralien wie B5, B12 oder Zink können das Problem fettiges Haar lindern.

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