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Feto-Fetales Transfusionssyndrom: Mutter muss über Leben ihrer Zwillinge entscheiden

Kirsty Deans Zwillinge litten unter dem Feto-Fetalen Transfusionssyndrom
Kirsty Dean mit ihren gesunden Zwillingen Harry und Hunter, die während der Schwangerschaft unter dem Feto-Fetalen Transfusionssyndrom litten. © Caters News Agency, Tim Sturgess

Ärzte stellten Kirsty vor die Wahl

Viele Entscheidungen im Leben sind nicht leicht. Doch diese Mutter aus England musste eine Entscheidung treffen, die an Härte kaum zu übertreffen ist, denn es ging um das Leben ihrer beiden ungeborenen Zwillinge.

Kirsty Dean erfährt in der zwanzigsten Schwangerschaftswoche, dass ihre Zwillinge an einem seltenen Schwangerschaftssyndrom leiden, dem Feto-Fetalen Transfusionssyndrom (twin-to-twin transfusion syndrome / TTTS). Die beiden Föten teilen sich einen Blutkreislauf. Das Problem: Über diese Verbindung wird das Blut von dem einen Kind an das andere abgeben, es handelt sich nicht um eine gleichberechtigte Aufteilung. Ein Kind ist also der 'Spender', der kontinuierlich Blut verliert, das andere Kind der 'Empfänger', bei dem es zu einer Kreislaufüberbelastung kommt. Die Kinder wachsen unterschiedlich schnell. Ihre Überlebenschancen liegen, bei starker Ausprägung des TTTS, bei nur 10 Prozent.

Die 36-jährige Kirsty Dean und ihr Partner Anthony Willoughby mussten also mit den Aussichten leben, eines oder sogar beide Babys zu verlieren. Der Arzt gab den Eltern drei Optionen zur Auswahl: 1. abwarten und schauen, was passiert, 2. ein Baby abtreiben, um dem anderen eine bessere Überlebenschance zu geben und 3. eine Laser-Operation an den Blutgefäßen im Babybauch. "Wir wollten jede Chance für die Babys nutzen, und so entschieden wir uns für die OP", sagte Kirsty dem 'Mirror'. Und obwohl die Überlebenschancen für die Babys nach einer solchen Operation bei nur 70 Prozent liegen, schafften Kirstys Zwillinge es.

Harry und Hunter sind jetzt 14 Wochen alt und putzmunter. Ihre Eltern sind überglücklich, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

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