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Fehlgeburt verhindert: Baby in Gebärmutter festgeklebt

Ungewöhnliche Methode verhilft Paar zum Babyglück

Nachdem sie 15 Jahre lang verzweifelt versucht hat, schwanger zu werden, ist ihr Sohn Ethan für die Britin Emma Ryley heute ein wahres Wunder. Denn die Empfängnis des Babys war sehr ungewöhnlich: Ethan wurde als Embryo mit Hilfe von speziellem Kleber in der Gebärmutter von Emma festgeklebt. Wie die 'Daily Mail' berichtet, wollten die Ärzte mit dieser Methode eine frühzeitige Fehlgeburt verhindern.

Mit Kleber an die Gebärmutter geklebt: So konnte Baby Ethan überleben
Fehlgeburt verhindert: Ärzte haben in England einen Embryo in der Gebärmutter festgeklebt - mit Erfolg. © Reicher - Fotolia

Seit 1999 versuchten Emma und ihr Ehemann Paul ein Baby zu bekommen. "Als immer mehr Jahre erfolglos vergingen, schien es, als würde mein Traum, Mutter zu werden, immer ungreifbarer werden", erzählt die heute 43-jährige Emma. Im Dezember 2012 entschied sich das Paar, es mit künstlicher Befruchtung zu probieren.

Bei der sogenannten IVF-Behandlung werden Ei- und Samenzelle außerhalb des Körpers zusammengebracht. Erst nachdem eine erfolgreiche Befruchtung stattgefunden hat, wird der Embryo in die Gebärmutter der Frau eingepflanzt. Doch bevor der Embryo wieder in Emmas Gebärmutter platziert wurde, schlugen die Ärzte vor, einen neuartigen Kleber zu nutzen, um dem Baby eine bessere Chance zu geben, an der Gebärmutter haften zu bleiben.

Heute ist Baby Ethan kerngesund

"Von so einer Methode hatten wir noch nicht gehört, doch wir waren offen, alles auszuprobieren", sagt Emma Ryley. Der Embryo wird bei dieser Methode in den sogenannten 'Embryo Kleber' getaucht und dann der Mutter eingesetzt. Experten schätzen, dass der Kleber die Überlebenschancen von Babys um acht Prozent anhebt.

Emmas Schwangerschaft verlief erfolgreich und nach 37 Wochen kam ihr kleiner Sohn Ethan auf die Welt. Heute sind sie und ihr Mann überglücklich über ihr gesundes Baby. Emma erklärt: "Wir hatten so viele schwere Jahre hinter uns, doch jetzt haben wir endlich unser Wunder-Baby – und das nur dank ein wenig Kleber!"

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