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Familiengeld: Familienministerin Manuela Schwesig will Teilzeit für beide Elternteile unterstützen

Kürzere Arbeitszeiten für junge Eltern dank Familiengeld
Kürzere Arbeitszeiten für junge Eltern dank Familiengeld Manuela Schwesig will Teilzeit für beide Eltern unterstützen 00:00:49
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Kürzere Arbeitszeiten für junge Eltern dank Familiengeld

Der Alltag einer Jung-Familie sieht auch im Jahr 2016 in den meisten Familien noch immer so aus: Der Vater geht in Vollzeit arbeiten, die Mutter arbeitet in Teilzeit oder gar nicht. Doch die jungen Eltern wünschen sich oft, dass sie die Erziehung der Kinder gleichermaßen untereinander aufteilen können. Diesen Wunsch möchte Familienministerin Manuela Schwesig nun aufgreifen und ein 'Familiengeld' einführen.

Familiengeld: Familienministerin Manuela Schwesig will Teilzeit für beide Elternteile unterstützen
Bald können sich vielleicht beide Eltern mehr um ihr Kind kümmern © Getty Images, Geber86

Doch was bedeutet das 'Familiengeld' für junge Eltern? Eltern soll es ermöglicht werden, mehr Zeit mit der Familie zu verbringen und sich gleichzeitig im Job zu engagieren. Der Plan der Familienministerin sieht vor, dass beide Eltern ihre Wochenarbeitszeit auf 32 bis 36 Stunden reduzieren können und dafür monatlich bis zu zwei Jahre lang 300 Euro Zuschuss bekommen. Voraussetzung ist allerdings, dass das Kind jünger als acht Jahre alt ist.

Auch Eltern, die Allein- oder getrennt Erziehende sind, sollen einen Anspruch auf dieses Familiengeld haben. Wie die Voraussetzungen hier allerdings sind, hat die SPD-Politikerin nicht genau erläutert.

Die Kosten für das neue 'Familiengeld' sollen für den Staat weniger als eine Milliarde Euro betragen, wie die Ministerin in einem Gespräch mit 'Bild' erklärt. Weiter sagte die 42-Jährige: "Die klare Mehrheit junger Eltern findet, dass man sich Kinderbetreuung, Haushalt und Berufstätigkeit fifty-fifty teilen sollte. Ich will den vielen jungen Eltern ein Angebot machen, das sie darin unterstützt, sich gemeinsam und gleich intensiv ums Kind zu kümmern und gleich engagiert im Beruf zu sein."

Noch ist nicht beschlossen, das Familiengeld einzuführen

Schon seit ihrem Amtseintritt als Familienministerin fordert Manuela Schwesig eine Familienarbeitszeit. Doch bislang konnte sie das Ministerium davon nicht überzeugen und ihre Vorschläge wurden als "persönlicher Debattenbeitrag" abgetan. Vorrang hatte zunächst die Einführung des Elterngeld Plus. Doch für Schwesig war diese Maßnahme stets ein erster Schritt in Richtung der Familienarbeitszeit. Ob ihr jetziger Vorschlag angenommen wird und das 'Familiengeld' eingesetzt wird, bleibt abzuwarten.

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