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Familien-Burnout: Alltagsstress führt zu Depressionen und Panikattacken

Viele Mütter leiden unter dem Burnout-Syndrom
Viele Mütter leiden unter dem Burnout-Syndrom Depressionen und Panikattacken 00:03:15
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Immer mehr Eltern leiden unter den Symptomen

Kinder, Haushalt und Job - das alles unter einen Hut zu bekommen, ist zweifellos anstrengend. Dass Mütter und Väter da manchmal abends völlig erschöpft ins Sofa sinken und nur noch in der Lage sind, die Fernbedienung zu drücken, bevor ihnen kurz nach den Nachrichten die Augen zu fallen, ist mehr als verständlich. Doch ein Burnout ist mehr als Müdigkeit und er erfasst zunehmend auch die Familien.

Der Wille, ständig perfekt zu sein, macht krank

Besonders Mütter, die in ihrem Job glänzen, sich in Schule und Kindergarten engagieren und den Haushalt perfekt meistern wollen, sind gefährdet. Sie leiden unter Depressionen und bekommen im Extremfall sogar Panikattacken - mitten im Alltag, ohne Vorwarnung. Aber auch die Väter stehen unter einem hohen Leistungsdruck, oft hervorgerufen durch die Angst, als materieller Leistungsträger zu versagen - zum Beispiel bei Jobverlust. Eltern wollen dem ständigen Stress gewachsen, ein Vorbild für den Nachwuchs und nach außen immer stark sein. Doch die Dauerbelastung wirkt sich auf das Gemüt der Erwachsenen aus. Immer mehr Menschen leiden an Burnout-Symptomen. 

Da Kinder in der Familie äußerst sensibel auf Spannungen und gereizte Stimmung reagieren, leiden sie ebenfalls unter dem Stress der Eltern. Aber wo hört "normaler" Stress auf und fängt ein krankhafter Burnout an? Wann entsteht der totale Nervenzusammenbruch? 

Im Video erzählt Tanja Bräutigam als Betroffene von ihren Sorgen und Ängsten, über die sie das Buch 'Fünf Wochen Rabenmutter' geschrieben hat, um anderen Müttern die Gewissheit zu geben, dass sie nicht allein sind. Außerdem erklärt eine Psychotherapeutin, wann und wie sich die Symptome eines Burnouts bemerkbar machen.

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