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Fahrradhelme im Sicherheits-Test: Nur 3 von 18 sind gut!

Der große Fahrradhelm Sicherheitstest: Im Ernstfall rettet er IHR Leben!

Alleine im Jahr 2014 ist die Zahl der Fahrradunfälle um zehn Prozent gestiegen. Das belegen Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Wenn es um Leben oder Tod geht ist ein guter Fahrradhelm im Falle eines Sturzes oder einer Kollision oft der entscheidende Faktor. Denn: 95 Prozent aller getöteten Radfahrer waren ohne Helm unterwegs, so die Analyse der Unfallforschung der Versicherer (UDV).

Doch, Helm ist nicht gleich Helm. Wie eine aktuelle Studie der Stiftung Warentest aufdeckt, gibt es große Unterschiede in der Sicherheit und Qualität. Das erschreckende Ergebnis: Nur drei von 18 Helmen schneiden gut ab. Die drei Testsieger liegen preislich alle im oberen Mittelfeld. Der sportliche KED Crom (80 Euro) und die zwei glattschaligen City-Helme Melon urban Active (70 Euro) und Nutcase Street Gen 3 (80 Euro) bekamen als einzige eine gute Bewertung. Testkriterien waren: Unfallschutz, Handhabung/ Komfort,Hitzebeständigkeit und Schadstoffe.

Das Geschäft mit der Sicherheit: Teuer bedeutet nicht gut!

Der Test zeigt: Die Qualität eines Helmes hängt nicht vom Preis ab. Der im Test schlechteste Helm ist gleichzeitig einer der Teuersten. Der glattschalige POC Helm kostet satte 120 Euro und wurde nur mit ausreichend bewertet. Zusammen mit einem TSG Helm ist er der Verlierer des Tests. Ein Helm von Discounter hingegen kostet nur 16 Euro und schneidet deutlich besser ab.

Optik vor Sicherheit: Lieber nicht!

Das schlechte Testergebnis sei auch auf die verschärften Anforderungen zurückzuführen, so die Stiftung Warentest. Es gebe noch viel Luft nach oben hinsichtlich der Sicherheitsstandards. Eines sei aber sicher: Jedes der geprüften Modelle mindere das Verletzungsrisiko deutlich. Die meisten von uns weigern sich immer noch wacker einen Helm zu tragen. Was im Ski-Urlaub inzwischen Gang und Gäbe ist, rollt bei den Radfahrern nur langsam an.

Es gibt aber auch zahlreiche Ausreden keinen Helm zu tragen. Er ist so sperrig und stört als zusätzliches Gepäck, er zerstört die Frisur und sieht hässlich aus und, und, und…. Dabei sollten diese Argumente nicht im Verhältnis zur täglichen Sicherheit stehen. Die eigenen Kinder lassen Sie ja auch nicht ohne Helm losradeln, oder?

So erkennen Sie, ob der Helm richtig sitzt:

Einen Helm sollten Sie immer anprobieren, bevor Sie ihn kaufen. Auch eine Beratung im Sportgeschäft kann hilfreich sein. Laut der Polizei Gütersloh sollte der Helm waagerecht sitzen. Der Kopf sollte nur an den gepolsterten Stellen die Helmschale berühren. Mit Wechselpolstern könne man den Sitz regulieren und sich vor Druckstellen schützen. Der Riemen zum Schließen sollte unter dem Kinn sitzen und nicht gegen den Hals drücken. Außerdem sollte er locker am Kinn anliegen und nicht herunterbaumeln.

Sicherheit auch für die kleinen Radler. Was Sie bei Fahrradanhängern für Kinder, Kindersitzen & Co. beachten müssen, zeigt dieses Video.

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