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Facebook plant Selfie-Sperre für betrunkene User

Peinliche Selfies werden mit der Selfie-Sperre aus Facebook verbannt
Dank Selfie-Sperre landen peinliche Selfiesnicht mehr auf Facebook © afxhome - Fotolia

Das soziale Netzwerk will alkoholisierte Nutzer warnen

Mit steigendem Alkoholpegel wird das Leben bekanntlich bunter. Das Reden fällt auf einmal so leicht, die Beine geben sich dem ungeahnten Tanzdrang hin und die Bereitschaft in die Kamera zu lächeln, nimmt mit jeder weiteren Promille im Blut konstant zu. Sind die Sinne nämlich erst einmal benebelt, sehen die eigenen Selfies plötzlich doppelt so gut aus. Doch damit ist bald Schluss. Facebook schreitet nämlich zur Tat und hat dabei nur ein einziges Ziel vor Augen: Dem betrunkenen Selfie-Wahn ein für alle Mal den Garaus machen. Der Netzwerkriese entscheidet künftig also eigenständig für seine User, welche Bilder diese posten dürfen – oder auch nicht.

Nie wieder dämliches Grinsen, verschmierte Mascara und peinliches Dreinblicken auf Selfies: Damit Facebook-Nutzer die nächtliche Feierlust möglichst ohne Andenken in Form von Bildmaterial überstehen, möchte das soziale Netzwerk demnächst mithilfe eines Algorithmus bereits beim Fotoknippsen erkennen können, ob das abgelichtete Gesicht nüchtern oder betrunken ist. Dabei differenziert der Alkohol-Warner das betrunkene vom sonst nüchternen Gesicht und sendet infolgedessen eine Warn-Meldung an den Poster, berechtet das Technologie-Magazin 'Wired'.

Das Projekt zur Gesichtserkennung stammt aus der Abteilung für Künstliche Intelligenz des Netzwerkes, die der Konzern eingerichtet hat, um eine Art eigene Intelligenz zu etablieren. An dem Forschungsprojekt, das 'Facebook Artificial Intelligence Research lab' heißt, arbeitet auch Yann LeCun von der Universität in New York. Man könne sich diese Funktion wie einen Freund vorstellen, der einem auf die Schulter tippe und frage: "Öhm, willst du wirklich, dass dein Chef oder deine Mutter sieht?", beschreibt LeCun.

Ob der eigens entwickelte Gesichtserkennungs-Assistent künftig die User vor dem Hochladen von peinlichen Selfies im Vollrausch schützen kann, wird sich zeigen. Sicher ist jedoch, dass beim Selfie machen bald zwei zuschauen.

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