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Facebook-Emoji nach Protesten abgeschafft

21 geheime Smileys, die Sie immer falsch benutzen
21 geheime Smileys, die Sie immer falsch benutzen Was bedeutet welches Emoji? 00:02:54
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Protest gegen Facebook-Emoji hat Erfolg

Wer sich 'fett' fühlte bei einem Facebook-Post, konnte das bis vor kurzem mit einem passenden Emoji-Smiley unterstreichen. Das gelbe Kreis-Gesicht wurde pausbäckig dargestellt und mit Doppelkinn versehen. Jetzt hat Facebook das 'Fett'-Emoji entfernt und damit auf 17.000 Protest-Unterschriften reagiert.

Facebook-Emoji nach Protesten abgeschafft
Emojis: Aus 'fett' wurde 'vollgestopft'. Die Protest-Initiative ist mit der Reaktion von Facebook zufrieden.

Angeregt wurde die Protest-Resolution von einer Deutschen: Inkeri Kalina Lüchem hatte die Petition auf der Plattform 'change.org' formuliert. Gemeinsam mit der internationalen Frauengruppe 'Endangered Bodies' sah Lüchem in dem Emoji eine Diskriminierung übergewichtiger Menschen. "Schlankheitswahn" und "eindimensionales Schönheitsideal" präge unsere Kultur und Facebook unterstreiche das noch mit passenden Emojis.

Facebook reagierte überraschend schnell: 'Sich fett fühlen' als Status könne ein schlechtes Körperbild fördern, besonders bei Menschen, die mit einer Essstörung kämpfen, so Facebook. Deshalb habe man zwar nicht das Emoji entfernt, aber umbenannt. Aus 'fett' wurde 'vollgestopft'.

Mehr als 60 Geschlechter zur Auswahl

Die Initiative ist mit der Reaktion zufrieden: „Wir haben gewonnen. Gemeinsam haben wir Facebook verbessert“, jubeln die Protestierer. Sie sehen darin einen Schritt auf dem Weg in eine Gesellschaft "ohne Body-Shaming".

Die Emoji-Änderung ist eine weitere in der Reihe von Korrekturen, die der Social-Media-Konzern vorgenommen hat. So wurden bereits 2014 die Nutzergeschlechter von 'männlich' und 'weiblich' auf jetzt über 60 Varianten ausgeweitet. Zu den Optionen, die die Nutzer auswählen können, gehören unter anderem 'Transgender', 'Genderqueer' und 'Pangender'.

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