Fabelhaft: Auf Island wurde ein "Einhorn" vor Schlachtung gerettet!

Wirbel um Einhorn-Schaf Einhyrningur
Ein Einhorn im Schafspelz! Einhyrningurs Hörner sind zu einem langen Horn verwachsen. Der ungewöhnliche Schafsbock wird bald versteigert. © Erla Porey Olafsdottir, Priggemeier, Sebastian [RTL interactive]

Bäuerin Erla Porey Olafsdottir wollte Bock Einhyrningur eigentlich schlachten lassen

Island ist die Insel der Elfen, Zwerge und Trolle. Das isländische Baugenehmigungsverfahren sieht vor, dass Straßen nicht über Kulturgüter gebaut werden – und dazu gehören dort auch Feenpalästen oder Gnomtunnel. Einhörner stehen allerdings nicht unter besonderem Schutz, sonst hätte sich eine Behörde in diesem Fall garantiert eingeschaltet: Auf dem Hof von Bäuerin Erla Porey Olafsdottir in Kirkjubæjarklaustur lebt ein Wesen, das stark an ein Einhorn erinnert - und es sollte geschlachtet werden. Doch Schafsbock Einhyrningur darf weiterleben, weil Medien auf den Plan aufmerksam geworden sind. Seine Besitzerin will ihn jetzt einfach versteigern.

Ein einhörniges Schaf lebte zuletzt vor 60 Jahren auf Island

Eigentlich haben Schafe zwei Hörner, aber bei Einhyrningur (der Name bedeutet auf Deutsch Einhorn) sind sie zu einem Horn verwachsen. Ein extrem seltenes Phänomen, das zuletzt vor 60 Jahren vorgekommen ist, wie das Webportal 'Iceland Monitor' berichtet. Einhyrningur ist also etwas ganz Besonderes. Fotos des ungewöhnlichen Bockes verbreiteten sich im April blitzschnell im Internet - seitdem ist das Tier eine kleine Berühmtheit. Klar, dass es einen kleinen Sturm der Entrüstung gab, als bekannt wurde, dass Einhyrningur geschlachtet werden soll. Bäuerin Olafsdottir war er einfach zu schmächtig. Im Zoo von Reykjavik hätte Einhyrningur beinahe ein neues Zuhause gefunden, doch dieser Plan scheiterte aus rechtlichen Gründen.

"Er sieht ein bisschen aus, als hätte er ein Facelifting hinter sich"

Aber ein Einhorn beim Schlachter? Bloß nicht! Einhyrningur ist auch einfach zu cool. "Er sieht ein bisschen aus, als hätte er ein Facelifting hinter sich, weil der ungewöhnliche Hornwuchs sein Gesicht dehnt", zitiert die 'International Business Times' Bäuerin Olafsdottir. Auch charakterlich ist der Bock wohl sehr speziell und eher ein Einzelgänger. "Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass er anders ist, oder weil er einfach gerne alleine ist", sagte Erla Porey Olafsdottir im Interview mit der isländischen Zeitung 'Morgunbladid'.

Im November wird das Einhorn nun versteigert - das Geld, das Olafsdottir durch die Auktion einnimmt, will sie für wohltätige Zwecke spenden. Vielleicht kommt es ja anderen Fabelwesen zu Gute?

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