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Experten: Neonazis unterwandern Facebook

Ein 'gefällt mir'-Klick genügt und schon ist der User in die Neonazi-Falle getappt. Rechtsextreme nutzen gezielt Facebook & Co., um an potenziellen Nachwuchs kommen. Mit scheinbar posititven Gruppennamen wie 'Deutschland gegen Kindesmissbrauch' ködern Sie Teenager.

Sicher surfen bei Facebook
Ein Klick und schon schnappt die Nazi-Propaganda-Falle zu. Experten warnen vor den fiesen Tricks der Rechtsextremen. © dpa, Julian Stratenschulte

Viele Organisationen warnen inzwischen vor gefährlichen Facebook-Seiten. "Die Inhalte sind so kaschiert, dass sie auf den ersten Blick immer positiv daher kommen", sagt Christiane Schneider von 'Jugendschutz.net'. Gezielt wird der User mit Hilfe von emotionalen Themen wie Kinder- oder Tierschutz auf rechtsextreme Seiten geführt, ohne dass er es unbedingt bemerkt.

Der Neonazi als Menschenfreund. So versuchen sich Rechtsradikale zu präsentieren. Wenn der User in die Facebook-Falle getappt ist, wird die harte, menschenverachtende und rassistische Ideologie geliefert. "Wir haben im letzten Jahr rund 5000 Beträge, Profile, Bilder und Kommentare auf Plattformen wie Youtube und Facebook gezählt, aber das ist immer nur ein Ausschnitt", sagt Christiane Schneider. Wer verdächtige Seiten entdeckt, kann die Jugendschützer auf die Seiten hinweisen - eine E-Mail an hotline@jugendschutz.net genügt.

Üblicherweise werden gemeldete rechtsextreme Inhalte von den Betreibern der Seiten dann relativ schnell gelöscht. Allerdings löst sich dadurch nicht das nicht das Problem: denn meist werden gelöschte Inhalte mit neuem Namen gleich wieder hochgeladen.

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