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EU rät: Diese 52 Medikamente sollten Sie nicht mehr nehmen

EU rät: Diese 52 Medikamente sollten Sie nicht mehr nehmen
© picture alliance / blickwinkel/M, McPHOTOs

Auch Mittel gegen Bluthochdruck und Depressionen dabei

Die Europäische Zulassungsbehörde für Arzneimittel (EMA)hat 52 Medikamente in Deutschland identifiziert, die besser nicht mehr verkauft oder verschrieben werden sollten. Mit auf der Liste befinden sich unter anderem Medikamente gegen Bluthochdruck, Epilepsie und Depressionen.

Laut der Empfehlung der EMA sollten derzeit europaweit 700 Medikamente vorerst nicht verschrieben oder verkauft werden, davon 52 in Deutschland. Grund dafür seien Mängel bei den Zulassungsstudien. Die französische Arzneimittelbehörde hat schwere Mängel bei der Studiendurchführung und der Zuverlässigkeit von Daten bei der indischen Firma GVK Biosciences festgestellt. Diese Studien sind notwendig für die Zulassung von Nachahmer-Medikamenten (Generika). Die Firma hat die Vorwürfe jedoch zurückgewiesen.

Auf Bitten der EU-Kommission hat die EMA mehr als 1.000 Zulassungen aus rund 30 europäischen Ländern überprüft, wobei unterschiedliche Dosierungen eines Medikamentes einzeln betrachtet werden. In mehr als 300 Fällen hätten ausreichend Daten vorgelegen, sodass diese Arzneimittel daher auf dem Markt bleiben dürfen und unbedenklich sind.

Falls Sie zur Zeit im Besitz von derzeit suspendierten Medikamenten sind, sollten Sie diese jedoch nicht eigenmächtig absetzen, sondern sich an ihren Arzt oder Apotheker wenden.

Die Liste aller Medikamente haben wir für Sie als Link bereitgestellt (Schauen Sie unter „Germany“).

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