ERZIEHUNG ERZIEHUNG

Erziehungsexperte Thomas Lindemann im Interview

Was statt nerviger Elternsätze hilft

Es sind Sätze die wahrscheinlich jeder von uns - ob groß oder klein - schon mal gehört hat: "Übermut tut selten gut", "Iss den Teller auf, sonst scheint morgen die Sonne nicht", "So lang du die Füße unter meinen Tisch steckst", "Wenn du jetzt nicht mitkommst, bleibst du eben hier".

Ein Mädchen weint
Elternsätze können auch Schaden anrichten, weil sie Ängste beim Kind schüren. © picture alliance / CTK, Sterba Martin

Auch Ramona Atanda-Wulf benutzt oft Floskeln und hofft, dass ihre Kinder dann auf sie hören. Doch funktioniert zum Beispiel der Satz: "Ich zähle jetzt bis 3" bei ihren Kindern? Den 7-jährigen Sohn Louis interessieren solche Sätze wenig. Nicht die einzige Situation, in der die 32-jährige Mutter bei ihren Kindern auf taube Ohren stößt. Auch beim Thema Einkaufen und der Aufforderung mitzukommen, stellen sich Louis und seine Schwester Emma einfach quer, wenn sie Mama sagt: "Wenn ihr nicht mitkommt, geh ich allein". Zu langweilig für die 8-jährige Emma, denn zu Hause hat sie viel mehr Spaß.

Ein klares Statement von Emma, was ihrer Mama Kopfzerbrechen bereitet. Und damit ist die 32-Jährige nicht allein. Aber was hilft denn heute anstatt dieser alten und abgedroschenen Sätze? Thomas Lindemann, Autor des Buches "Alle Eltern können schlafen lernen", erklärt, wie man Kinder motiviert, auf Mutter oder Vater zu hören.

Anzeige