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Erster Eindruck zählt - Das richtige Pflegeheim finden

Lebensqualität
Lebensqualität sollte auch im Seniorenpflegeheim eine entscheidende Rolle spielen. In der Berliner Einrichtung Domicil "Am Schlosspark" können die Bewohner an unterschiedlichen Kursen teilnehmen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert © DPA

Der erste Eindruck ist oft entscheidend - auch bei einem Pflegeheim für Senioren. "Schon beim Betreten sollte man sich eingeladen fühlen", sagt Ines Jesse. Sie ist Leiterin des Qualität in diesen Häusern werden nach ihren Angaben von speziell geschulten ehrenamtlichen Gutachtern in regelmäßigen Abständen überprüft. Unabhängig davon sollten sich diejenigen, die ein Seniorenpflegeheim suchen, selbst ein Bild machen und die Einrichtung besuchen. Dann heißt es: Augen und Ohren auf.

"Freundliches Personal ist häufig ein guter erster Anhaltspunkt", erklärt Suhr. Er rät, beim Kennenlernen nicht nur mit der Heimleitung zu sprechen und ihr gezielte Fragen zu stellen, sondern zum Beispiel auch mit Bewohnern, die dem Heimbeirat angehören. Bei ihnen könnten sich Heiminteressenten zum Beispiel nach dem Tagesablauf erkundigen oder etwa fragen, ob das Wochenprogramm mit Bewegungsübungen und Spaziergängen auch tatsächlich stattfindet. Unvorteilhaft für ein Heim ist es aus Sicht von Markus, wenn beim Hereinkommen die Bewohner "wie auf einer Stange nebeneinander im Foyer sitzen, meist auch noch im Rollstuhl". Dies könne ein Zeichen dafür sein, dass es im Heim für die Senioren zu wenig Aktivierungsangebote gibt.

"Ganz wichtig ist, dass im Heim die Lebensgewohnheiten jedes Einzelnen individuell abgefragt und darauf auch eingegangen wird", betont Jesse. Die Bereiche Pflege und Betreuung müssen aus ihrer Sicht im Heim die gleiche Gewichtung haben und eng miteinander verzahnt sein. Die Qualität eines Heimes kann nach Meinung von Markus auch daran gemessen werden, ob es einen ständigen Wechsel beim Personal gibt oder nicht. Ist die Fluktuation bei den Mitarbeitern hoch, dann spricht das eher nicht für ein gutes Arbeitsklima und Miteinander. Interessenten für einen Heimplatz sollten sich beim Personal auch erkundigen, ob und auf welchem Gebiet sie sich weiterbilden.

Wer eine Einrichtung für einen Pflegebedürftigen mit Demenz sucht, sollte nachfragen, welche speziellen Konzepte es gibt und wie sie umgesetzt werden. "Interessenten sollten sich auch erkundigen, wie die Einrichtung die Versorgung ihrer Bewohner durch Fachärzte sicherstellt", so Suhr. Dabei ist unter anderem zu klären, ob es Hausbesuche oder einen organisierten Fahrdienst zu Arztpraxen gibt. "Um herauszufinden, ob man sich in einem bestimmten Haus auch wirklich wohlfühlt, sollte man dort drei bis vier Tage Probe wohnen", sagt Markus. Zumindest aber sollte man an einigen Mahlzeiten teilnehmen. "So bekommt man viel vom Alltag in der Einrichtung mit und kann daraus Rückschlüsse ziehen."


dpa
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