TIERE TIERE

Erste Hilfe am Hund: So hilft man seinem Vierbeiner im Notfall

Mund-zu-Schnauze-Beatmung, stabile Seitenlage und Co.

Immer öfter tauchen im Internet spektakuläre Aufnahmen von Feuerwehrmännern auf, die Tieren das Leben retten: mit Hilfe von Herzmassage und Mund-zu-Nasen-Beatmung. Doch so genau wissen die meisten von uns nicht, was zu tun ist, wenn der beste Freund des Menschen Hilfe braucht. Woran man erkennt, dass ein Hund wirklich Hilfe braucht und was man dann für Maßnahmen ergreifen muss, erklären wir Ihnen.

Erste Hilfe am Hund: So hilft man seinem Vierbeiner im Notfall
Gabriela Reimer gibt Ausbildungskurse für erste Hilfe bei Hunden

So wie es Erste-Hilfe-Ausbildungskurse für Menschen gibt, gibt es sie auch für Hunde. Eine der wenigen Ausbilderinnen in Deutschland für solche besonderen Kurse ist Gabriela Reimer von den Johannitern in Leipzig. Für 50 Euro lernen Kursteilnehmer in sechs Stunden, wie man einen Hund in die stabile Seitenlage bringt, einen Verband anlegt und eine Herzdruckmassage gibt.

Das erste, was die Teilnehmer lernen, ist, dass der Eigenschutz am wichtigsten ist. Also, dass man dem Hund gegebenenfalls einen provisorischen Maulkorb verpasst, um nicht gebissen zu werden. Als nächstes sollte der Vierbeiner in die stabile Seitenlage gebracht werden. Mit einem sorgfältigen Bodycheck kann man den Hund auf mögliche Verletzungen untersuchen und auch der Puls sollte beim Hund überprüft werden.

Schließlich lernen die Teilnehmer auch den Ernstfall: Wie man einen Verband beim Hund richtig anlegt, wo man zur Herzdruckmassage ansetzen muss und wie man ihn mit der Mund-zu-Schnauze-Beatmung richtig beatmet. Natürlich sollte nach der erste Hilfe schnellstmöglich ein Tierarzt aufgesucht werden.

Wie genau erste Hilfe bei Vierbeinern aussieht und funktioniert, können Sie sich auch hier im Video anschauen.

Anzeige