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Erschreckende Studie: Zigarettenrauch lässt Gene mutieren

ACHTUNG: DIESER BEITRAG DARF NICHT VOR ABLAUF DER SPERRFRIST, 3. NOVEMBER, 20.00 UHR, VERÖFFENTLICHT WERDEN! DIE NICHTEINHALTUNG DES EMBARGOS HÄTTE EMPFINDLICHE EINSCHRÄNKUNGEN DER BERICHTERSTATTUNG ÜBER WISSENSCHAFTLICHE STUDIEN ZUR FOLGE. ARCHIV -
Rauchen © dpa, Jens Kalaene, jka vfd wst

So verändert das Rauchen unseren Körper

Rauchen ist extrem ungesund und krebserregend - das sollte mittlerweile bei jedem angekommen sein. Forscher aus den USA und England haben jetzt untersucht, welche Gene der Tabakrauch in unserem Körper genau beeinflusst. Mit dem sogenannten molekularen Fingerabdruck kann überprüft werden, wie das Rauchen unseren Körper beeinflusst. Das Rauchen einer Packung Zigaretten am Tag verursacht im Schnitt pro Jahr 150 Mutationen in jeder einzelnen Lungenzelle - wodurch das Krebsrisiko deutlich steigt. 

Damit Krebs entsteht, muss es zu Zellmutationen kommen

Die Forscher des National Laboratory in Los Alamos (New Mexico, USA) untersuchten mehr als 5.000 Krebstumore und verglichen die von Rauchern mit denen von Menschen, die noch nie geraucht hatten. Wie die Forscher in der Fachzeitschrift 'Science' berichten, fanden sie mehr als 20 verschiedene sogenannte Mutationsformen - die molekularen Fingerabdrücke, die durch das Rauchen hinterlassen werden und das Krebsrisiko deutlich steigen lassen. 

Damit Krebs entsteht, müssen Änderungen in den rund 100 Billionen Zellen des menschenlichen Körpers erfolgt sein. Diese Veränderungen, auch Mutationen genannt, sind zum Teil vererbar, andere entstehen jedoch durch verschiedene Umwelteinflüsse - zum Beispiel durch das Rauchen. Der Tabakrauch verursacht Zellmutationen und macht so aus gesunden bösartige Zellen, welche unkontrolliert wachsen und dann gesundes Gewebe verdrängen oder zerstören. 

Die Zahl der Mutationen hängt laut der Studie von der Anzahl der gerauchten Zigaretten und den verschiedenen Organen ab: Das Rauchen einer Packung am Tag verursacht im Schnitt pro Jahr 150 Mutationen in jeder einzelnen Lungenzelle. Im Kehlkopf treten 97 Mutationen auf, in der Rachenhöhle 39 und im Mund 23. Allerdings können auch Organe betroffen sein, die nicht in direkter Verbindung mit dem Tabakrauch stehen: So sind zum Beispiel die Harnblase mit 18 und die Leber mit 6 Mutationen ebenfalls betroffen. 

Tabakrauch enthält der Studie zufolge mehr als 7000 Chemikalien, von denen über 70 krebserregend sind. Jedes Jahr sterben mindestens 6 Millionen Mensch an den Folgen des Rauchens. Und falls sich dieser Trend fortsetzt, würden laut Weltgesundheitsorganisation bis Ende des Jahrhunderts sogar mehr als eine Milliarde Menschen an den Folgen des Tabakkonsums sterben. 

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