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Ernährung Ihres Haustieres: Was Sie wissen sollten

Ernährung Ihres Haustieres: Was Sie wissen sollten
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Wie wähle ich das richtige Futter für mein Haustier?

Genau wie bei Menschen ist auch bei Tieren eine ausgewogene und gesunde Ernährung äußerst wichtig. Wer also will, dass es seinem Tier langfristig gut geht, sollte die wichtigsten Fakten zur Tierernährung kennen. Genau das wiederholen auch die Experten immer wieder: "Ich merke in der Praxis immer wieder, dass es recht viele Menschen gibt, die sich mit Tierernährung nicht so gut auskennen", sagt Tierarzt Dr. Ralph-Peter von Stumberg, der in Köln gleich zwei Praxen leitet. Die Unkenntnis der Menschen führe zu Fehlern bei der Ernährung ihres Tieres "und dann kommen die Leute eben mit ihrem Haustier in die Praxis, weil es irgendwelche Beschwerden hat." Wir haben mit Dr. von Stumberg über die Ernährung von Haustieren gesprochen.

Herr Dr. von Stumberg, auch für Tiere ist eine gute Ernährung lebenswichtig. Was sind die wesentlichen Bestandteile guter Ernährung?

Dr. von Stumberg: Kompakt formuliert sollte die Nahrung natürlich Fett, Eiweiß, Kohlenhydrate, Vitamine und Mineralstoffe erhalten. Aber insgesamt betrachtet ist das Thema Tierernährung ja recht komplex, es ist bekanntlich eine eigene Wissenschaft.

Viele Menschen fragen sich, ob sie das richtige Tierfutter kaufen. Auf was sollten Tierhalter achten, wenn sie ihr Tier ausgewogen ernähren wollen? Gibt es empfehlenswerte Produkte?

Durch unsere beiden Praxen, in denen mehrere Tierärzte aktiv sind haben wir natürlich eine Eindruck gewonnen. Wir richten uns bei der Produktwahl nach den Empfehlungen der Stiftung Warentest. Dort werden die Lebensmittel ausgiebig untersucht und nach verschiedenen Kriterien bewertet. Wir haben damit gute Erfahrungen gemacht.

Das heißt aber auch, speziell angerichtetes Tierfutter beispielsweise aus der Zoohandlung, ist nicht unbedingt empfehlenswerter?

Ich sehe da keinen Unterschied. Auch nicht zwischen günstigeren und teureren Produkten im Supermarkt. Ein Großteil der Billigprodukte ist ja ohnehin Markenware.

Katzenfutter ist für Hunde tabu

Ein Trend in der Tierernährung ist Rohfütterung auch als B.A.R.F. (Biologisch Artgerechtes Rohes Futter) bezeichnet. Es soll eine Alternative zu Fertigfutterprodukten sein. Was halten Sie davon?

Ich bin da etwas skeptisch, weil es sich dabei um frisches Fleisch für die Tiere handelt. Und frisches Fleisch ist bekanntlich sehr empfindlich gegenüber äußeren Bedingungen. Man denke allein an die Lagerung. Ist das Fleisch verdorben, kann es natürlich Schäden anrichten. Wenn die Rohfütterung aber planmäßig durchgeführt wird, ist sicher nichts dagegen einzuwenden. Die Tiere bleiben dabei recht schlank.

Ist grundsätzlich Trockenfutter oder eher Nassfutter besser geeignet?

Solange die Futtersorte die wesentlichen Nährstoffe enthält ist das nicht so entscheidend. Trockenfutter ist in den Sommermonaten vielleicht etwas leichter für das Tier.

Darf man im Notfall der Katze auch mal Hundefutter geben?

Man sollte Hundefutter nicht unbedingt der Katze geben, aber wenn es mal passiert ist das nicht so tragisch. Umgekehrt wäre es allerdings fatal. Auf keinen Fall darf man Hunde mit Katzenfutter füttern. Es gibt eine Reihe Hunderassen, die das überhaupt nicht vertragen und es zu schweren Missbildungen kommen kann.

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